Im heftigen Bisensturm vom Hockenhorngrat zur Lötschenpasshütte, Abfahrt auf dem Lötschengletscher und über die Gitzifurgga nach Leukerbad. Bericht folgt
Tourenbericht Mittwoch 26.03.25 - Vorgipfel (Hälmigegrat) zum Violenhorn, VS
Abstract: 7:07 auf Gleis 7 – «bond-artig» starten wir ins VS. Die Prognosen vielfältig, Optimismus überwiegt. Sessel und Bügel stehen still. Ziel: Helminigrat 2810m, Vorgipfel zum Violenhorn oberhalb Bürchen, nach 13 Viertelstunden und 1200hm, also um 12.15h, erreichen wir den Grat bei eben (und erneut) durchbrechender Sonne aus der heutigen Wolkenarchitektur. Beim Aufbruch zur Abfahrt «fiserlets», nur kurz. Anfänglich valable Naturhänge, weder Pulver noch Bruchharsch, (auch für mich gäbig fahrbar), und später dann frische und alte Bullypisten, breit wie der geplante (und vom Stimmvolk abgelehnte) Autobahnausbau im Grauholz. Schönes Schlussbukett für alle mit dem Slalomstangenfahren rot-blau-rot-blau… Keine Jutzer, aber zufriedene «Statements» (verbal, mimisch).
Unterwegs als Kleinklasse: Zwei Abteile im Zug genügen, 7 (Bond!) sind wir, 3 Damen, 4 Herren. So der Bundesrat, d.h. bis Viola ging (Violenhorn!). Konkret: Unterwegs mit Myriam der Ästhetikerin und Chanteuse (zuständig für dies & das bei ungleichen Hosenbeinlängen von H, verdrillten Hosenträgern von B, etc); mit Martin dem ehemaligen Fechter und heutige KI-Guru, pensioniert und doch unser männlicher Jungspund; mit Huli dem «verjährten» Spitzenathleten, bei seinem heutigen Geburtstag (79!); mit Susanne und ihrer herzenswarmen Grosszügigkeit (Runde gespendet à «so billig chumene nieme wäg» à Kleinklasse); mit Manuel unserer TL-Locki, der gestern die Tour rekte (grossartig!); mit Sandra TL, welche sich bei Ankunft auf dem Grat Benno näherte und ihm diskret ins Ohr hauchte: «häsch Zyt und Luscht»…… den heutigen Tourenbericht zu schreiben. «weder – noch» liegt mir auf der Zunge. Darf man die TL bei ihrem Engagement für uns enttäuschen? Ich kann es nicht…..
Skitour auf das Ginalshorn 3’026 m und das Altstafelhorn 2’838 m, Mittwoch, 19. März
Heute ging’s ins Wallis. Eine längere Anreise mit Zug, Gondel, Sessel- und Skiliften führte uns bequem ins Skigebiet von Unterbäch auf eine Höhe von 2’400 m.
Nun hiess es Felle aufziehen und loslegen. In zwei Gruppen machten wir uns auf den Weg.
Die Tourenleitung, Sandra und René, führten uns mit grosser Umsicht auf die zwei Hörner. Die Aussicht von denselben war orts- und wetterbedingt einfach grandios. Herrliche Pulverhänge warteten auf uns! Leider lauerten aber hie und da unsichtbare Steine (Felsen?) auf unvorsichtige Abfahrer*innen. Die Tourenleitung muss sich hier ein winziges Vorwürflein gefallen lassen, dass sie am Vortag nicht alle Chempen aus dem Weg geräumt oder zumindest mit einem biologisch abbaubaren Fähnli markiert hatten ;-)) Der Autor musste tags darauf ömu mit dem lädierten Ski in die Sprechstunde…
Dank motivierender Begleitung (herzlichen Dank an Marianne M.) erreichten alle auch Gipfel Nummer zwei. Übrigens legte sich die Tourenleiterin nun enorm ins Zeug, um ihr winziges Bonsai-Versäumnis zu kompensieren: Sie nahm sogleich die Felle der Skier des ziemlich entkräfteten Autoren ab (noeinisch merci Sandra)! Kompensation mehr als geglückt.
Es waren wundervolle Schneeverhältnisse. Über die weiten Pulverhänge konnten wir mindestens zwei mal 15 schöne Schwünge ziehen (= gemäss einem Bergführer ist dies die Mindestanzahl für eine gelungene Tour!). Es hat heute für viele Touren gereicht…
Ein grosses Merci den beiden Tourenleitenden!
TN: Regine B., Marianne M., Simone J., Lena V., Susanne S., Dieter H., Lukas S., Fritz B., Bruno H., Michael A. (Autor)
10 kleine Gantrisch-Türeler
Eine Gruppe Gantrisch-Türeler
Fuhr'n ins Matschertal
Sie wollten dort Pulverschnee finden
Sie war'n Zehne an der Zahl.
10 kleine Gantrisch-Türeler
Kamen ab vom Weg
Der Thömu mit dem In-Reach blöfft
Il ne restait que neuf.
9 kleine Gantrisch-Türeler
Machten 'ne Waldabfahrt
Der Dänu einen auf Odi macht
Da waren's nur noch acht.
8 kleine Gantrisch-Türeler
Machten Yoga auf dem Mättle
Tegi blieb beim Hip-Release
Alora, solo sette.
7 kleine Gantrisch-Türeler
Machten eine Pause
der Hudi mit dem Tabak kleckst
Da waren's nur noch sechs.
6 kleine Gantrisch-Türeler
Liefen auf dem Grat
Die Brige an den Märsu dänkt
Il ne restaut que cinq.
5 kleine Gantrisch-Türeler
Tranken zum Znacht viel Wein
Der Bruno lieber blieb beim Bier
Da waren's nur noch vier.
4 kleine Gantrisch-Türeler
Kämpften sich durch den Wald
Die Bine denkt nur "Läck o mio"
Schon blieb nur noch ein Trio.
3 kleine Gantrisch-Türeler
Tranken Präsi-Wein
Der Mätthu trank zuviel davon
Und sie war'n nur noch zu zwein.
2 kleine Gantrisch-Türeler
Packten den Hustenschleim
Vom Willi in Papierli ein
Nur die Ösis fanden's nicht fein.
1 kleiner Glöisi
Sass nächtens an der Bar
Und zupfte die Gitarrenseiten
Und alle war'n wieder da!
10 kleine Gantrisch-Türeler
Sagten auf Wiedersehen
Pulver haben sie nur “mäuseknietief” gefunden
Aber im Glieshof war es schön!
Texterin: Sabine Brodhag
Mit von der Partie: Bine, Brige,Tegi, Brünu, Dänu, Hudi, Glöisi, Mätthu, Thömu, Willi
Was erwartet uns zuhinterst im Kiental?
Nachdem es vor 10 Tagen 5-10 cm Schnee gegeben hatte, folgten gleichviele Tage mit Sonne pur und hohen Temperaturen. Auf dem Program steht der Hotürlihang, genial, wenns Pulver hat! Doch wie wird es heute sein? Können wir uns auf eine Sulzabfahrt freuen? Oder wirds Wischiwaschi? Weder Fisch noch Vogel?
Der Start ist jedenfalls Winterlicher als erhoft. Schon im Tschingel heisst es zu Fuss weiter. Auf der Strasse liegt noch Schnee, oder Eis… Jedenfalls zum Teil. Natürlich nicht genug um schon die Skis anzuschnallen. Also tschumpeln wir halt in die Griesalp hoch!
Von hier aus ist es richtig Winter, überall liegt genug Schnee zum türelen. So marschieren wir hoch zur Oberen Bundalp und nehmen den Hotürlihang ein erstes mal in Betracht. Sieht nicht nach Firstline aus. Es hat doch einige Spuren gegeben, in den letzten 10 Tagen…
Die Spurenbilder sehen zwar noch recht gut aus, doch wie ist es heute zu fahren? Wir könnten ja auch zum Bundstock zu aufsteigen, der Hang wäre sicher schon Sulz…
Doch je höher wir aufsteigen, umso mehr ist klar, dass wir unserem Ziel treu bleiben! Denn beim abchecken können wir immer wieder feststellen, dass da noch Pulver liegt!
Es hat sich gelohnt, am Morgen zeitig aufzustehen, denn wir wurden mit einem schönen Tag am Hotürli belohnt, mit Pulverschnee, Sonne und angenehmen Temperaturen. So machts Spass!
Merci aune wo si derbii gsii!
Unglaublich, dass Manuel und Sandra immer noch Touren mit abwechslungsreichem Aufstieg und schönster Abfahrt aus dem Hut zaubern, obwohl es seit längerer Zeit nicht mehr geschneit hat.
Aber der Reihe nach: Das Rengghorn, unser Ziel, erspähen wir schon von Saxeten aus. Der Aufstieg ist abwechslungsreich, kaum stehen wir auf den Skis, kommt auch schon der erste Steilhang, gemäss Manuel die Schlüsselstelle. Dieser liegt noch im Schatten, weshalb Harscheisen montieren wärmstens empfohlen wird. Nach drei Mal Drehen passen diese dann auch perfekt. Nun können wir einige ziemlich stotzige Spitzkehren üben. Beim landschaftlich schönen Aufstieg zum Rengglipass wärmt uns die Frühlingssonne immer mehr, Kleiderschichten werden in den Rucksack gepackt, im T’Shirt aufzusteigen wagt allerdings doch erst Myriam.
Auf dem Rengglipass angekommen besprechen Sandra und Manuel den Aufstieg zum Gipfel. Sie entscheiden sich für die Variante über den Grat mit den Skis auf den Rucksack gebunden. Auch dies will wieder mal geübt sein. Die Aussicht auf dem Gipfel ist wunderbar, die Temperatur angenehm, sodass wir sogar picknicken können.
Gestärkt vom Zmittag können wir die nötige Kraft in den Beinen für die Schwünge im Gipfelhang gut aufbringen. Danach wird es immer angenehmer, zum Teil finden sich gar noch pulvrige Hänge. Auch die letzten Meter auf dem Strässchen schwingen wir munter hinunter bis zum Parkplatz. Prächtig!
Danke allen meinen Tourengspänli für eure Begleitung auf dieser schönen Tour, und Sandra und Manuel für die wiederum sehr angenehme und professionelle Leitung. Mir gefällt es wunderbar mit euch!
Rita Haudenschild
Skitourenwoche Grd St Bernard
Montag 3.3.2025: Pointe de Tenou 2784m
Die Wetterprognosen MoDiMiDo Sonne! Was will man mehr! In zwei Fahrgemeinschaften und deren 10 Personen treffen wir uns um 08:30 auf dem Parkplatz des ehemaligen Skigebiets Super St Bernard. Die Talstation erinnert uns an die Serie…kennsch Tschugger?
Wir sind nicht die ersten, sind doch schon zahlreiche andere Türeler angereist. Nach der Begrüssung begeben wir uns auf unseren bereits angefellten Skis auf die schneebedeckte Passstrasse. Nach kurzer Zeit geht es rechts ab, der kalte Wind bläst uns entgegen, doch dies ist nicht von langer Dauer, schon bald wärmt uns die Sonne auf und beim Aufstieg schwitzen wir schon mal ganz schön. Auf der Pointe de Tenou 2784 angekommen überwältigt uns der Ausblick auf den Grand Combin und den Grand Vélan! Auf der anderen Seite gegen Westen den Dolent, Grandes Jorasses, Montblanc, gegen Süden der Gran Paradiso usw…wir klopfen einander die Schulter, gut gemacht! Nach dem Picnic geht’s runter in die Hänge! Des Bergführers Nase wittert die besten, wir schwingen uns voller Freude runter, bis wir wieder auf die Passstrasse kommen und uns beim Parkplatz in die Autos begeben, um dann bald auf der Terrasse des Hotel Bivouac Napoléon in Bourg Saint Pierre auf die erste Tour anzustossen!
Unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte, eine gute Wahl! Wir beziehen unsere Zimmer, haben genug Zeit zum Einnisten und zum Erholen. Beim Nachtessen geniessen wir das Plaudern untereinander, lachen und plagieren inbegriffen! Und schon bald werden wir von Tinu und René über die nächste Tour informiert. Die Tourenwahl ist herausfordernd, liegt doch nicht überall soviel Schnee wie wir es und vorgestellt haben. Bericht Madeleine
Dienstag, 4. März: Bonehomme du Tsapi
Unser Tourenziel haben wir bereits gestern von der Pointe de Tenou aus ins Auge gefasst. Auf jeden Fall versprechen die nach Westen geneigten Hänge oberhalb Bourg St. Pierre wunderbaren Sulzschnee. So fahren wir die untersten Kurven in Tinus Bus das apere Valsorey Waldsträsschen hoch, bis Schneeresten der Fahrt ein Ende setzen. Nun gehts auf unseren Skis weiter, meist auf Schnee, für kurze Strecken auch auf Tannnadeln oder Waldboden. Der Hotpot auf dem ersten sonnigen Älpli ist leider nicht eingeheizt, der Bach eindeutig zu kalt, deshalb steigen wir weiter dem Bonhomme du Tsapi (2803) entgegen. Der Gipfel bietet eine phänomenale Rundsicht, Combin und Vélan in unmittelbarer Nähe, Montblanc im Westen, grossartig! Da der Wind heute eher noch etwas kälter ist als gestern, fahren wir zuerst auf «Tschäderischnee» los, aber Tinu findet rasch tolle steile Hänge mit dem erwarteten Sulzschnee. Ein Hochgenuss! Auch dem Adler, der sich hochschraubt, scheint die Gegend zu gefallen. Der letzte Teil der Abfahrt führt wiederum auf einem nicht vollständig zugeschneiten Strässchen hinunter, das heisst: Skier an, Skier ab. Madeleine wird es bestimmt nicht so schnell vergessen. Beim seitlich aus der Bindung Schlüpfen, spickt die innere Pinbindung der Fritschibindung hinaus. Vier Mann (!) können sie beim besten Willen nicht mehr zurückrenken, weder Zartgefühl, noch der grosse Stein, der Felsblock oder der dicke Tannast helfen dabei. Nicht verzagen, Youtube fragen! Das Filmli ist simpel: Bindung auf Ski stellen und die Backen mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken, fertig. Ja, denkste, nicht bei Madeleine, so ein Frust! Sie wird daher für die letzten paar Kurven zum Auto mit Bändel auf dem Ski festgebunden. Dort wartet der Rest der Mannschaft. Tinu meint in aller Ruhe, da habe sich nur was verklemmt und brauche einfach einen kräftigen Fusstritt. Peng – und alles ist an Ort und Stelle! Nun aber will Wale wissen, ob es bei ihm auch so einfach ginge. Oscar ist da gerne bereit für den nötigen Fusstritt. Aber man sollte das Glück nicht herausfordern! Nach dem zweiten Versuch ist die Bindung angeschlagen und braucht am Abend einen Extraservice eines Fritschi-Vertreters. Tinu sei Dank! Er fährt nach dem Abendessen nach Sembrancher hinunter und tankt seinen VW auf, währendem Kollega von Fritschi, hergefahren von Martigny, eine neue Pinbindung montiert. Wales nächste Skitage sind somit gesichert. Bericht Marianne
Mittwoch, 05.03.2025: Pointe de Barasson, Südgratschulter 2779m
Heute gibt’s eine Tour auf die Südseite des Grd St. Bernard. Wir freuen uns! Dieses Mal geht’s eine Weile auf der Passstrasse obsi, aber ohne Motorengehäul, keine Töffs und Cabrios…nur wir Türeler, yess, wenn man bedenkt, dass in den Sommermonaten unzählige Motorräder, Camper, Velofahrende auf dieser Strasse gen Süden rauschen! Ein unangenehmer Südwind bläst uns entgegen, dafür aber ist der Aufstieg auf die Gratschulter des Pointe der Barasson traumhaft. Tinu spurt uns im Pulver einen top Aufstieg, der Hang ist steil, wir steigen im Abstand dem Grat empor. Auf 2779 angekommen, wieder ein ahhh, ohh, soo schön!!! Mitten in dieser Gipfelwelt, und der Montblanc so nah! Der Wind bläst heftig, wir schnallen unsere Skis an die Rucksäcke und steigen noch kurz hoch, um dann eine lange Abfahrt in Angriff zu nehmen. Picnic gibt’s erst später, bläst der Wind doch unangenehm! Nachdem auch ich endlich parat bin zur Abfahrt (meine Schuhe wollten einfach nicht so wie ich wollte, sodass ich ein bisschen laut wurde…). Tinu findet wieder die schönsten Hänge mit den besten Schneeverhältnissen, wir juchzen!
Aber Hunger haben wir, Spaghetti Carbonara, al Pesto, Pomodori, Antipasti…nana, tröim witer! Bei einer verlassenen Hütte, leider keine Beiz, verspeisen wir unsere Sandwiches, in Gedanken bei den Pastas…umgeben von einer schönen Lärchenwaldlandschaft. Wir schnallen unsere Skis wieder an, denn schon bald werden wir von zwei Taxis abgeholt. Zu Fuss erreichen wir den Weiler Éternod auf 1645m. Und kaum sind wir angekommen, sehen wir unsere zwei schwarzen Vans-Taxis. Was für ein Timing! Tinu und René haben dies voll im Griff! BRAVO! Die Taxis bringen uns durch den Tunnel zurück auf die Nordseite. Glücklich und zufrieden geniessen wir wieder das Anstossen auf der Terrasse des Hotels bei Sonneschein! Was für ein Glück! Madeleine
Donnerstag, 6.3.25: Becca Colin 2812m
Warum denn in die Ferne schweifen? Das Schöne liegt so nah! Nach diesem Grundsatz haben Tinu und René den heutigen Tourenvorschlag, die Becca Colin (2814m), ausgearbeitet. Trotz Wind könnten wir dabei aufgesulzte Hänge vorfinden, ein wahrlich gutes Tagesziel. Unsere Tour beginnt hinter dem Dorf auf dem Zufahrtssträsschen zur Staumauer des Lac des Toules. Die Anlage wurde 1955-1964 gebaut, die Mauerhöhe beträgt 89m. Es ist immer beeindruckend, so nahe unter einer gewaltigen Staumauer zu stehen. In einem Bogen führt uns das Strässchen auf Seehöhe, danach ziehen wir schräg über Alpgelände südwestwärts hinauf. Je höher wir kommen , desto mehr sind wir dem kalten Südwind ausgesetzt. Nicht einmal die Bergkette südlich von uns vermag diesen garstigen Wind aufzuhalten. Den Gämsen scheint er nichts auszumachen und auch wir sind wie immer bester Laune. Der Aufstieg wird nun steiler, also Harsteisen montieren. Über ein kurzes Grätli müssen wir die Skier tragen, bevor es die letzten Meter des steilen Gipfelhanges, zuerst auf den Skis, dann noch zu Fuss zu bewältigen gilt. Geri und ich machen uns oberhalb des Grätlis zur Abfahrt bereit, währenddem die Gipfelstürmer die Becca Colin glücklich, aber bei Sturmwind erreichen, den Gipfel mit dem Aussehen eines aufgestellten Schnabels oder einer Riesennase. Sorgfältig fahren wir das oberste enge Couloir hinunter, dann werden die Hänge breit und der angesagte Sulzschnee erfolgreich gefunden und dementsprechend genossen. Auf der Terrasse des Hotel Napoleon lassen wir unsere sonnigen Tage ausklingen.
Vier wunderschöne Touren, etwas Windchill, Sonnenschein pur, gute Schneeverhältnisse, Gipfel für uns ganz allein, strahlende Gesichter auf den Abfahrten, eine angenehme Unterkunft, gemütliche Abende mit feinem Essen, viele spannende Gespräche… Tinu, dir ein grosses Merci für die kompetente Führung und die gute Tourenauswahl. Danke René für das Organisieren. Es waren einmal mehr einfach unvergessliche Skitourentage! Wir sind alle super zufrieden! Marianne
Teilnehmende: Madeleine und Wale, Gerhard, Oscar, Fritz, Michael, Lukas, Marianne
Sonntag morgen um halb Zehn an der Bahn zur Engstligenalp. Leider sind wir auch diesmal nicht alleine. Anstehen und Geduld üben… Eine halbe Stunde später stehen wir dann doch alle in der Sonne und können die Felle montieren!
Ein erster kurzer aufstieg steht bevor. Auf dem Ärtelegrat zeigt sich, dass es sich schon mal gelohnt hat: Pulver, und zwar vom guten Stoff, ohne Spuren! Weiter gehts durch unberührte Hänge in richtung Tschingellochtihorn.
Auf dem Schedelsgrätli blicken wir ein weiteres mal in eine unberührte Seite, welche nur drauf wartet, dass wir unsere schönsten Bögli reinziehen. Die Schlüsselstelle, das Couloir zur Ortele hinunter ist gut zu fahren, darunter folgt schon der nächste unbefahrene Hang!
So macht es Spass. Skitouren mit einer coolen Gruppe, sonniges Wetter und angenehme Temperaturen und keine Spuren vor uns !
Merci, es het gfägt!
So manche Teilnehmer hätten sich heute wohl leicht überreden lassen, das geplante Unterfangen auf den Sonntag zu verschieben. Eisig kalt pfeift es uns im dicken Nebel um die Ohren, als wir uns am Türliboden besammeln. Dass wir nicht bei Sonnenschein starten – wie man je nach Wetter-App hätte hoffen können – wurde auf der Anfahrt schnell klar…
Das geplante Unterfangen? Das ist die Besteigung des Gustispitz’ auf einer von vier Routen-Varianten, von denen sich die selbstständig gebildeten Teilnehmergruppen eine aussuchen konnten. Erstaunlicherweise wollte keine Gruppe die Skitour mit einer Abfahrt starten. Aber auch die kürzeste Variante war nicht gefragt. So zottelten (oder zitterten) also alle vier Gruppen erstmal dem Kamel entgegen. Gelegentliche «Störungen» in der Nebeldecke liessen bald erahnen, dass wir ein, zwei Gipfel weiter westwärts wohl – ganz wörtlich – nicht ganz so dicht in Watte gepackt wären…
Rechtzeitig für die erste Abfahrt lichtet sich das wattige Weiss aber so, dass wir das unverspurte pulvrige Weiss in vollen Zügen geniessen können. Zwei Gruppen tun das etwas länger, nehmen dafür aber auch einen längeren Wiederaufstieg zum eigentlichen Gipfelziel in Kauf. Die anderen beiden Gruppen schwenken nach den ersten herrlichen Hängen auf die Normalroute ein. Und obwohl ab der Alp Gusitberg, wo alle wieder auf der selben Route unterwegs sind, gelegentlich Stimmen anderer Gruppen zu vernehmen sind, fühlt sich der Aufstieg über den Gipfelhang recht einsam an. Im dichten Nebel ist teilweise kaum das Schlusslicht der eigenen Gruppe zu sehen…
Mit jedem Zick und Zack gelingen die Spitzkehren schon etwas besser, aber auch das eine oder andere Beinpaar wird mit dem stetigen Höhersteigen langsam etwas müder. Da kommt es gerade recht, dass wir rund 150 Höhenmeter unter dem Gipfel – wir haben die Hoffnung schon fast aufgegeben – tatsächlich die Nebeldecke endgültig durchstossen und uns plötzlich an der Sonne und unter blauem Himmel wähnen. Das gibt Energie für den Endspurt!
Sonnenbetankt und verpflegt nehmen die vier Gruppen nacheinander den letzten Abschnitt der Tour in Angriff. 700 Höhenmeter grossteils wunderbarer Schnee gilt es zu vercharen. Was für ein Glück, dass auch diesmal die Nebelschwaden genügend aufreissen, dass wir die weiten Hänge voll auskosten können und nicht etwa im Whiteout mit Spurfahren hinter uns bringen müssen. In Skicross-Manier meistern alle auch den Abschnitt auf dem Waldweg – im Vorteil ist, wer sich bereits im Aufstieg jeden fiesen Stein und gefährlich in den Weg ragenden Holzspeer merken konnte.
Mit geschulterten Skis erreichen wir schliesslich in wenigen Schritten den Gurnigel-Skilift, mit dessen Hilfe wir wieder unseren Ausgangspunkt erreichen. Natürlich nicht, ohne ausgiebigen Zwischenhalt im Beizli, wo wir heute für einmal drinnen Platz nehmen…
Vom Ofenpass – zum Reschenpass
Intro:
05:18 Schwarzenburg ab, 13:18 Piz Daint (2958m) an. Abfahrt bis Alp Buffalora und mit Poschi zum Ofenpass, wo wir unseres erstes Nachtlager hatten.
Am nächsten Tag über den Piz Vallatschia (3020m) nach Scarl.
Einige Stimmen der Teilnehmer:Innen:
Glöisi:
Ofen/Reschenpass, vier super Skitourentage. Top Wetter guter Schnee, was wosch no meh…
Brige:
Reubi oder Dahu haben wir keines gesehen, dafür Steinadler, Bartgeier und sogar Schneehühner.
Gruppengespräch:
Piz Sesvenna ab Scarl , 17.8 km , 1584 hm, 8:08 h unterwegs, vor dem letzten Aufstieg wurde nach der Zeit gefragt: Glöisi „14:30“, Brige „ömu nid“, Stephan „Zyt zum afellen „, Stefan 1430 hm“ da waren wohl alle nach dem Sesvennaaufstieg über den winterlichen, garstigen Grat etwas müde. Willi »nur noch 150 hm bis zur Forcla Sesvenna und runter bis zur Sesvennahütte»
Stephan:
Tolle Tourentage zwischen Ofen- und Reschenpass, die auch die unter dem Pulver versteckten bösen "Haifischflossen", die unseren Skiern teils übel zusetzten, nicht zu trüben vermögen.
Dänu:
Schöne Tourentage mit mehrheitlich sonnigen und kühlen Verhältnissen.
Einzig der Piz Sesvenna präsentierte sich von seiner garstigen Seite.Insgesamt erfolgreiche Tage mit zahlreichen Pulverschneeabfahrten.
Steffu:
Schöne Tourentage in einem abgeschiedenen Gebiet. Wenn es nur nicht so weit weg wäre.
Sesvennahütte, Rassasspitze 2941m, Abfahrt , Aufstieg Dosso Nero 2739m, Abfahrt bis Reschenpass. Rückreise Poschi 14:11, Schwarzenburg an 20:11 (siehe Aussage von Steffu)
Teilnehmer:Innen:
Brige, Dänu, Glöisi, Stephan Gasser., Stefan Lüthi.
Willi, Tegi
Das Mäggisserhore: Wie ein feschere Bergknabe im Fußballstil diesen Tourenbericht – und Sandros Skitourenequipment – rettete
Teilnehmende: Bernadette, Silvan, Sandro, Anita
Leitende: Cornelia
Leute, ich bin in die Jahre gekommen. Woran man dasmerkt? Natürlich NUR daran, dass ich mich freiwillig anbiete, den Tourenbericht zu schreiben. Das Argument, dass ich kleine Kinder zu Hause habe und eigentlich sowieso keine Zeit für rein gar nichts habe, zieht nicht mehr.
Meine Touren wähle ich immer mit Bedacht: Eine Tour pro Jahr mit dem Präsi muss einfach sein. Wenn man schon nicht mehr so oft am Start ist, muss man sich zwischendurch bei den wichtigen Personen zeigen. In so einem Club geht es ja auch immer wieder ein bisschen um «sehen und gesehen werden», seien wir ehrlich. Man will ja einen guten Eindruck hinterlassen, damit man mit einem unterwegs sein will. Das unterschätzt man schnell, sage ich euch. Denn ich muss es ja wissen – ich beschäftige mich auch beruflich mit Alpinismus. Aber alles der Reihe nach.
Am Samstagmorgen war dann kein Mätthu am Bahnhof Spiez. Mist, Plan geplatzt. Aber immerhin stand ein sehr würdiger Ersatz da: Cornelia, die mich schon auf unserer ersten gemeinsamen Tour tief beeindruckt hatte. Sie hatte damals im stockdichten Nebel gekonnt manövriert, als ich längst nicht mehr wusste, wo oben und unten war. Auch diesmal bewegt sich Cornelia wie ein absoluter Profi – präsentierte uns schon beim Hochlaufen verschiedene Abfahrtsvarianten – und bei frühlingshaften Temperaturen kommen wir ratzfatz im oberen Melchlistall an. Ich denke wieder einmal: Hach, so schön!
Es hätte eigentlich so entspannt weitergehen können, wäre da nicht wieder das Thema des Tourenberichts aufgekommen – und zwar gerade dann, als ich genüsslich in mein Biberli beisse und den hüpfenden Gemschi zuschaue. Ich lasse die übliche Stille, die sich in solchen Momenten aufbaut, gar nicht erst aufkommen und schlage zu: „Ich mach das!“ Kaum ausgesprochen, war auch schon eine tiefe Dankbarkeit meiner Mitstreiter:innen spürbar. Ich lasse das erst mal wirken und dann dämmert es mir: Ich bin ja quasi Expertin, wenn es um Tourenberichte geht! Als eine der Sammlungsverantwortlichen im Alpinen Museum diskutiere ich alle zwei Wochen mit ernster Miene, welche Schenkungsangebote – unter anderem Tourenberichte – kulturhistorisches Potential haben und in die heilige Sammlung des historischen Kulturtempels aufgenommen werden sollten, auf dessen Daten unsere Kulturgeschichte – Weltgeschichte! – geschrieben wird. Ganz viel Druck, sage ich euch.
Dieser Druck breitet sich in mir aus wie ein Hang, der kurz vor einem Schneebrettabgang steht. Sofort steige ich in den nächsten Modus um und gehe auf meine Kolleg:innen zu. „Hey, lasst uns was einfallen, damit es ein cooler Bericht wird! Irgendwas Spannendes muss ja passieren!“ Aber naja, das Team – bestehend aus Sandro, Silvan, Bernadette, Cornelia und mir – ist halt einfach zu professionell. Alle wussten, was sie taten. Also, nichts mit spektakulären Stürzen für den Story-Point.
Auf dem Gipfel angekommen, den wir wegen des fehlenden Schnees zuletzt zu Fuss meisterten, dämmerte es mir langsam: Die Hälfte der Tour war wohl schon vorbei. Und immer noch nichts passiert, was für die Geschichtsbücher taugen würde. Doch plötzlich, als ich mich gerade so richtig in meinem Selbstmitleid suhlte und nicht mal das grandiose Panorama geniessen konnte, passierte es: Ein fescher Bergknabe erschien in meinem Augenwinkel, der mit flottem Skitourengang den Gipfel erreichte. Dann – Trommelwirbel – eine einzige Böe an diesem sonst so windstillen Tag. Und wie aus dem Nichts flog das Fellsäckli von Sandros gemieteter Tourenausrüstung durch die Luft! Ich sah es schon kommen: Wir würden die Felle niemals wiederfinden. Der arme Sandro würde am Montag nervlich total amBoden einem hippen Transa-Mitarbeitenden im Daunenjäggli erklären müssen, dass er das Fell nicht zurückgeben kann. Nein, auch nicht übermorgen.
Doch in einem Moment heldenhafter Eleganz und Schnelligkeit – wie es nur die besten Sportler können – reagierte der fesche Bursche blitzschnell. Er liess die Thermosflasche fallen und jagte dem Fellsack hinterher, als wäre er Mbappé im Sprint. Und er griff zu! In der Luft! Wie Manuel Neuer im Tor. Wahnsinn. Die Felle waren gerettet! Gerettet, und ich dachte nur: Piolet d'Or, du bist hier!
Sandro, keine Sorge. Es war nicht deine Schuld. Du warst nicht unkonzentriert. Es war höhere Gewalt. Und ja, dieser Moment hat alles gerettet. Endlich – eine Story für die Geschichtsbücher!
Auf der Abfahrt, die aufgrund der Verhältnisse genauso ausfiel wie unser Aufstieg, bei dem wir auch auf einen weiteren Aufstieg zum Ochsen verzichteten, fühlte ich mich wie ein junges Gemschi. Der ganze Druck wie weggeblasen. Cornelia gab alles, um uns so viele Sulzhänge wie möglich zu bieten. Dank ihrem Können und ihrer Intuition kamen durchaus ein paar schöne Schwünge hinzu. Danke, Cornelia, es hat sich definitiv gelohnt!
Anita, 22.2.2025
C’etait magic!
Vom 20. bis 23. Februar verbrachte unsere Gruppe magischeTage im Hinterland des Skigebiets Mont Noble im Unterwallis.
Die ersten zwei Nächte waren wir im La Cure in Vernamiègeuntergebracht. Das alte Pfarrhaus wird von Marie-Agnes und René mit viel Liebe und Herzblut als Gasthaus geführt und ist eine echte Entdeckung. Wir wurden kulinarisch verwöhnt mit einem reichhaltigen Zmorgetisch und zum Raclette am Abend gab es feine und aussergewöhnliche Beilagen wie z.B. ein Apfel/Zwiebelkompott. An die grossen Mägen hungriger Skitourengänger müssen sie sich allerdings noch gewöhnen… 😉
Morgens ging es jeweils mit diversen Sessel- und Tellerliften zum höchsten Punkt des Skigebiets. Die meisten von uns besitzen den Skipass, welcher diesen Tourentagen den Namen gegeben hat, nämlich den Magic Pass, so konnten wir unkompliziert und rasch das Drehkreuz passieren. Nach einer kurzen Abfahrt über den Col de Cou standen uns unzählige Möglichkeiten von Aufstiegen und Abfahrten offen! Obwohl der letzte Schneefall schon länger zurücklag, fand Willi immer einen lohnenden Pulverhang. Höhenmeterfresser wären enttäuscht worden, dafür gab es viele Tiefenmeter und etliche Kilometer meditatives Gehen in der wunderschönen Hochebene oberhalb des Val de Réchy.
Den Tourentag beendeten wir jeweils mit einer rasantenAbfahrt über die Pisten des Mont Noble und machten noch einen Einkehrschwung im sogenannten «Stall», einer Buvette am Pistenrand. Zum Apéro gings dann zu Josef, der Kaffeeröster und Bierbrauer (des Mont Noble Bier natürlich) hat vor kurzem in Nax eine Bar eröffnet und wusste uns allerlei über Kaffee und Bier zu erzählen. Auch erklärte er uns, dass das Tier auf dem Signet seines Bieres ein Dahu ist… Noch nie gehört? Dann bist du nicht allein, kann man aber googeln.
Die letzte Nacht verbrachten wir in der Cabane Bec de Bossonmit Blick auf etliche Walliser Viertausender. Hüttenwart Eloiist ein Original, seine Energie scheint grenzenlos und seine Ausführungen zur Benützung des WC sind legendär!
Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht (von einem lautstarkgeträumten Hahnenkampf mal abgesehen…) starteten wir am letzten Morgen zu einem kleinen alpinen Abenteuer. Weil die Normalabfahrt unseres Gipfels bereits total verfahren war, stiegen wir nach dem Gipfelkuss mit den Skiern auf dem Rucksack über einige Steilstufen wieder ab. Obwohl für einige eine Herausforderung, haben das alle bravourös gemeistert! Willi hatte dort ein paar fast unberührte Couloirs ausgemacht, welche wir nun mit Genuss verspurten…
Mit einem breiten Grinsen und müden Beinen nahmen wir die letzten Meter bis zur finalen Pistenabfahrt unter die Füsse und kehrten noch ein letztes Mal im Stall ein. Danach hiess es Abschied nehmen voneinander und von diesem schönen Gebiet in welchem wir eine gute Zeit verbracht hatten. Trotz der beträchtlichen Gruppengrösse von insgesamt elf Personen haben wir erstaunlich gut harmoniert und kamen immer zügig vorwärts.
Ein besonderer Dank geht wie immer an Tegi und Willi, welche uns mit Organisationstalent, Sprach- und Gebietskenntnissen, Gespür für guten Schnee und sichereSpurwahl einige unvergessliche Tage beschert haben!
Als Teilnehmer*innen dabei waren: Brige, Bruno, Caro, Dänu, Glöisi, Jürgu, Möni, Thömu und Schreiberling Tina
Skitour Gustispitz plus
Eine gut gelaunte Gruppe trifft sich auf dem Skilift - Parkplatz Gurnigel. Easy, bloss auf den Gustispitz, so heisst das Tourenziel, aber René bietet uns spannende Varianten. Wir steigen auf das Kamel, links sehen wir eine der wenigen Dolinen im Gantrischgebiet, rechts im Wald tummeln sich mehrere Birkhühner. Weiter oben blinzeln wir in die Sonne, während das Nebelmeer noch immer das Flachland füllt. Abfellen auf dem Kamel und fachsimpeln, welches wohl die beste Abfahrt über den „Bösen Tritt“ zur Tschingelhütte ist. Da werden diverse Routen gewählt, über Steine, Löcher oder einfach durch traumhafte Pulverhänge. Erst jetzt steigen wir zum Gustispitz auf, teils durch den Waldweg bis zur Alp Gustiberg. Wieder an der Sonne rasten wir auf der gemütlichen Bank vor der Hütte aber der Berg ruft. Gemütlich geht’s den weiten Hang hoch, aber bald wird es steiler und zu einem anspruchsvollen Spitzkehrentraining!!!! Es hat sich gelohnt, die Aussicht oben ist atemberaubend. Hier könnte man noch lange Zeit verweilen, doch unverfahrene Hänge warten. Wir schwingen durch den Pulverschnee zum Waldweg, dort sind Steine, Äste und Schanzen zu umkurven, aber die unteren Hänge entlocken wieder einige Juchzer, grossartig. Am Schluss heisst es noch Ski tragen, da der Skilift wegen Schneemangel erst ab Maste 6 bedient wird. Gerne sind wir oben im Skiliftbeizli eingekehrt und haben unsere Spuren am Gustispitzhang bewundert. Ein grosses Merci an René und Roland für diese tolle Tour. Wo kann man genau 956 m aufsteigen und 1045 m hinunterfahren? Bericht Rita Marthaler
Anmerkung nach genauen Recherchen von Myriam: Was wir als Tourenziel oft einfach Chrummfade nennen ist gemäss Karte und SAC Tourenportal der Gustispitz. Die Erhebung im Grat Richtung Homad ist dann mit Chrummfadefluh beschriftet und eine eigene Routenbeschreibung. Der SAC Gantrisch wird nun wohl als Tourenziel Gustispitz als gültiger Gipfelname verwenden.
Eigentlich stand das Faulhorn im Tourenprogramm. Da die Schneesituation dort aber sowohl für den Zu- wie auch Abstieg eine Poschifahrt benötigt, entschieden wir uns fürs Diemtigtal. Zuerst gings mit dem Sessellift hoch auf Nüegg. Bei unterschiedlich beliebter Après-Ski-Musik konnte noch die Toilette aufgesucht werden. Weiter gings mit einer kurzen Abfahrt. Der erste Anstieg führte uns auf die Hohmad. Dort konnten wir das Wiriehore gut einsehen: wo es nicht abgeblasen ist, war alles schon vercharret. Daher Planänderung: Wir fahren direkt den Hohmadhoger hinunter und ziehen eigene Spuren. Anschliessend noch einmal die Hohmad hoch um die restlichen Hänge auch noch zu vercharren.
Treffpunkt 8.00 Uhr bei der unteren Gantrischhütte. In vier Gruppen ging es bei bestem Wetter und guten Schneeverhältnissen via Morgetenpass auf den Schibespitz und mit verschiedenen Varianten über den Leiterepass zurück zur Wasserscheide. Unterwegs wurden die Themen Spuranlage, Gefahren im Gelände und 3x3 etwas genauer unter die Lupe genommen. Leider hatten wir bei der Abfahrt vom Schibespitz in den Chessel bei einer Gruppe einen Unfall zu beklagen, was einen einsatz der REGA zur folge hatte. Fazit: Knie verdreht, Kreuzband gerissen. An dieser stelle, gute Besserung und schnelle Genesung.
Bericht folgt...
Trotz den Mond-Liedern von Chiara war er heute sehr zögerlich, so dass Silvan “der Mond ist aufgegangen” folgendermassen für uns gecoverd hat:
Dr Mond isch nümme gange,
mir hei ne nümme gseh.
S isch grau gsi über dä Berge,
d wolke is blibe stäh.
Doch still isch’s gsi da obe,
es flimmret i zarte Flocke,
Mir stapfed übere Meniggrat,
dr Schnee isch grusig.
Verfahre u vercharet,
es chlepft, es rüttle fescht.
Doch am Ändi lache alli,
die tour vergisst me nid.
Fazit fürs nächste Jahr: Wir müssen die Liedertexte wohl besser im Griff haben, damit wir bei Mondschein den Pulver geniessen dürfen.
Mal ufe, mal abe, mal linggs, mal rächts…
...mal füre, mal hingere, mal linggs mal rächts! So hat es wohl auch das eine oder andere Mal getönt, wenn man am Sonntag durchs Simmetal gefahren ist. Zwar hat uns unsere Tour nicht, wie geplant, ins Simmental geführt, aber gepasst hätte das Lied auch auf unserer Tour auf das Schnierehireli. Für mich war es die erste Skitour mit dem SAC Gantrisch und eine der Ersten überhaupt. Aus schneetechnischen Gründen hatte Sandra den Ausgangspunkt von Matten bei Lenk nach Hinder Schönisei bei Kemmeribodenbad verschoben. Gestartet sind wir gemütlich übers offene Feld und später entlang der Alpstrasse hoch. So hatte ich auch gleich die Möglichkeit mit allen ins Gespräch zu kommen und einander besser kennen zu lernen. Es ging recht flott voran, auch das Wetter schien mit jedem Schritt besser zu werden. Schon bald zweigten wir ab und es ging von «füre» langsam aber sicher auch mehr «ufe». Der Schnauf reichte jetzt weniger zum Plaudern, dafür genossen wir die Aussicht auf die Natur um uns. Auf einer kleinen Hochebene hielten wir Rast, schauten «hingere» was wir schon gemeistert haben und Sandra zeigte «füre», was noch vor uns lag. Da habe ich dann grad ein bisschen leer geschluckt. Das «füre» war definitiv auch ziemlich «ufe» und mir schien das Ziel grad in ziemlicher Ferne. Gestärkt nahmen wir dann trotzdem den weiteren Aufstieg in Angriff und schon bald kam zum «füre» und «ufe» das «linggs» und «rächts» dazu: Die gefühlten 100 Spitzkehren mit Harscheisen schienen nicht enden zu wollen. Doch der steile und für uns Anfänger doch etwas anspruchsvolle Aufstieg, hat sich vollends gelohnt. Als wir, früher als in der Pause noch erwartet, über den Grat stiegen und den Blick auf die herrliche Bergwelt des Berner Oberlands hatten, war die Anstrengung schon wieder vergessen! Nach kurzem Aufstieg ohne Ski zum Gipfel, gönnten wir uns die wohlverdiente Pause. Ja, und dann fehlte uns nur noch eines: «Abe». Durch den ehemaligen wunderbaren Pulverschnee fuhren wir talwärts und genossen die wärmende Sonne, das gemeinsame Unterwegssein und den Stolz, diese Tour geschafft zu haben. Als wir zurück beim Auto bei Empfang die guten Resultate der Schweizer Skirennfahrer lasen, war ich froh, waren wir nicht im Simmental und konnten unser «ufe, abe, linggs, rächts» in Ruhe und ab vom Trubel geniessen. Danke allen, die mit mir dabei waren und auf ein nächstes Mal!
Tourenbericht: Hanna Keller
Schneeschuhtour vom Hengstschlund in den Muscherenschlund; mit LVS- und Naturkunde unterwegs:
Nach dem Willkommensgruss, schauten wir die Vor- und Nachteile von verschiedenen Schneeschuhtypen an. Kunststoff, Metall, Schiene, Boden, Zähne, Riemen, Bindung.
Die sanfte Steigung durch den Stäckhüttewald am Anfang, bereicherte uns mit einem Naturspektakel und damit Naturkunde Input 1: Raureif, Biecht, Raueis.
„Wenn es kaum Wind hat und die Temperatur unter 8°C fällt, wachsen schöne Eiskristalle zu Raureif. Die Luft muss allerdings etwas feucht sein, daher findet man die schönsten Kristalle an Bäumen, die am Rand des Nebels stehen. Dort ist es feucht und genug kalt. Die Eisnadeln wachsen dem Wind entgegen“
Ein paar hundert Höhemeter weiter, wird über den Naturkunde Input 2 diskutiert: Welcher Nadelbaum hat Nadeln mit 5’er Büscheln? Die Zirbelkiefer oder Arve, auch erkennbar an der Ei-förmigen Krone. Tannenhäher welche hauptverantwortlich für die Ausbreitung der Arven sind, haben wir keine gesichtet.
Beim Gurbs-Hüttli bekommen wir LVS Kunde 1 weil diese Tour «geeignet für Anfänger» ist und wir alle keine Erfahrung mit diesem Gerät haben. Themen sind das richtige Tragen des Geräts, Einschalten, Batterie Check, Suche und Send Einstellungen, Gruppen-Check. Alles klar.
Wir verlassen den Wald und steigen dem Grat entlang. Der Föhnlage beschert uns schönes Wetter was nicht immer „strahlend blauer Himmel“ bedeuten muss. Diverse Wolkenbilder und angenehme Temperaturen, die uns veranlassen oft das Tenue zu wechseln, Sonnenschein und etwas Wind.
Naturkunde 3: Was sind das für Tierspuren im Schnee?
Naturkunde 4: Faszinierendes über Feldhasen und ihre Verdauung.
„Ihre Pflanzennahrung ist schwer verdaulich. Im sehr grossen Blinddarm bauen Mikroorganismen die zähe Zellulose ab und setzen zusätzliche Nährstoffe frei. Somit funktioniert ihr Blinddarm wie der Pansen von Wiederkäuern. Um davon profitieren zu können, werden die Kotpillen nach dem Ausscheiden nochmals geschluckt. Bei diesem Blinddarmkot handelt es sich um weiche Kügelchen, die im Gegensatz zum harten, eigentlicher Kot, der nach quasi zweimaliger Verdauung ausgeschieden wird, viele Mikroorganismen enthalten.“
Und kurz danach:
Naturkunde 5: Das Birkhuhn
„…lebt in halboffenen, strukturreichen Landschaften (Sträucher, Nadel- und Laubbäumen) der subalpinen und alpinen Stufe.“
Auf der Schweizer Roten Liste als „potentiell gefährdet“ eingestuft.
Trotzdem haben wir glücklicherweise 7 Stück davon gesehen respektive vermutlich unglücklicherweise verscheucht.
Punkt 12 Uhr treffen wir bei Hohmattli ein. Trotz des spürbaren Föhns, picknicken wir auf einem „hiuben“ Bänkli und schauen am gegenüberliegenden Hang zwei Gruppen mutiger Skitouren-Fahrer zu, wie sie einen sehr steilen Hang des Ochsens aufsteigen.
Danach Schneeschuhe wieder angeschnallt:
LVS Kunde 2. Wie ist der Ablauf nach einem Lawinenniedergang? Ablauf der Nothilfe, Verantwortung, Delegieren von Aufgaben und der Suche mit dem LVS. Ganz gute Einführung; alle hoffen nie in eine Situation zu kommen wo wir das Erlernte in Echt ausführen müssen.
Nun überqueren wir die Kantonsgrenze und beginnen mit dem Abarbeiten der gewonnenen Höhemeter, zum Teil auf kleinen Wegen, zum Teil etwas abenteuerlich durch noch schneebedeckte Couloirs, „bäuchligs“ unter hungrigen Stackeldrahtzäunen hindurch bis zum Muscherenschlund , das Ende unsere Tour.
Markus Tanner hat uns exemplarisch geleitet: die Begrüssung, Tagesplanung, Tempo, Routenkenntnis, Pausen, Inputs, Abschluss. Wir haben uns alle wohl gefüllt. Danke Markus.
Teilnehmende: Mariann Ramser, Madeleine Stöckli, Robyn Hostettler
Leitung: Markus Tanner
Für den Bericht: Robyn Hostettler
Bericht folgt.
Zytig geits los, vo Iseflueh fahremer mit ere autmodische, sympathische Seilbahn mit Hung u Chegu u Sack u Pack uf Sulwald –
dört mache mer e churze Bislihalt –
u loufe de los…
Eiger Mönch u Jungfrou –
im blau-gäube Morgeliecht –
wie verzouberet, eifach tou!
Zügig geits ueche –
Schnee muess me nid sueche –
(u bim Schii buggle flueche) –
Wie angeri Jahr…
Derfür stigt dr Puls bis uf di schöni Alp Suls…
Es git none Steilhang z überwinde –
Die Gschwinde –
Näs locker vom Hocker …
Ig ha eis e chline Stocker
bire bsungers steile Spitzchehri –
Hinger mir si luter fairi,
liebevolli u geduldigi Tüürler
gäh mer mentali u praktischi Ungerstützig:
Wäre mini Hüft chli jünger –
(u mini Taille chli dünner)
Giengs mit däm Trick wie im Schwick –
Hokus Pokus u forever young?? Ts, ts, ts…
Mit mentalem Fokus –
schaffis de plötzlech.
Gli simer dobe uf dr Höje Sulegg (2413 m)
Es schmälers Grätli, drum gli wieder wegg –
Mittagshaut machemer witer unger…
Mou, jitz heimer doch afe Hunger –
Mir chöi ne hie stille u derzue bestens chille
bi prächtiger Ussicht u strahlender Sunne.
Was für ne Tag – s’ isch eifach gspunne
schön u fantastisch!
Bir Abfahrt via Gumma
isch dr Schnee mängisch weich u mängisch chli tricky.
När gits no ne mickrige Gägenufstieg
Teil Zunge hange afange…
Mir chöi se gli netze, bim Beizli, da bsetze
mir mindistens d Häufti vo de Stüehl…
Ahh, wie herrlech, ds Rivella schön chüehl!
Cool isch o d Abfahrt via Schlittuwäg zur Talstation Isenflueh – Schnee isch guet u hets emu gnue.Zum Schluss nones riesigs Lob unes härzlechs Merci a üsi wunderbare, umsichtige Toureleiter/inne! Äbefaus gnosse hani die tolli, hilfsbereiti u ufgsteuti Truppe – e cooli Gruppe!
Tourenbericht: Helen Lanzrein
Schnee ist ja schon was schönes. Vor allem wenn er da ist!
Leider hielt mich das Wetter etwas auf Trab… Am Wochenende davor kam eine ordentliche Ladung des gewünschten Weiss. Nur war lange nicht klar, bis wie weit hinunter die Flocken fallen. Am Anfang lag die Schneefallgrenze auf ca 2000m…
Nicht Ideal, wenn die Tour auf 1300 startet…
Doch zum Glück sank die Temperatur rechzeitig und es kam noch genug vom ersehnten Weiss dazu! Dummerweise bewegte sich die Lawinengefahr noch sehr lange im Orangen bereich, welches die Planung bis zu letzt herausforderte.
So wurde am Samstag aus der Spillgerten kurzerhand die Traumlücke!
Ein lohnendes Ziel in Traumhaft verschneiter Landschaft. Eine coole Truppe, und genügend Hänge zum Vercharren! Was wosch no meh :-)
Es het gfägt mit öich, Merci!
(ca. 720 Hm; 3h 13 (inkl. Pausen); 15'000 Schritte)
Es gibt nichts Schöneres als eine halbe Stunde länger schlafen zu dürfen als ursprünglich geplant. Diese frohe Botschaft kommt schon abends vor der Tour. Draussen herrscht immer noch stürmisches Regenwetter. Wären da nicht die erfahrenen Tourenleiter René und Sandra wäre ich zu diesem Zeitpunkt noch skeptisch gewesen und hätte nie geglaubt, dass diese Tour bei Sonnenschein und Pulverschnee wird stattfinden können.
So treffen wir uns erst um 9:30, im Menniggrund (1229M.ü.M). Nach einem kurzen Infoblock über die Verhältnisse (es hat gestürmt und etwas geschneit) machen wir uns in zwei Gruppen auf den Weg Richtung Meniggrat. Der stahlblaue Himmel und die ersten Sonnenstrahlen am Gegenhang lassen vermuten, dass der noch sehr böige Wind im Laufe des Aufstiegs (hoffentlich) zurückgehen wird. Die Leiter nehmen es gemütlich. Bei der Sennhütte angekommen (1594 M.üM.) gibt es einen ersten Rast an der wärmenden Sonne, welche hinter dem Berg namens «Ring» aufgegangen ist. Weiter geht’s hoch über windgepressten Schnee hin zum steileren Anstieg. Hier lacht uns schon viel Pulverschnee an. In zwei Gruppen aufgeteilt und mit sicherem Abstand geht’s steil hoch zum Wald. Die stürmische Nacht hat gezaubert und die Landschaft erneut in eine Winter Wunderwelt verwandelt: Sonne, blauer Himmel, tief verschneite Tannen, glitzernde (noch) unverfahrener Schneefelder! Und der Höhepunkt – oh Wunder – oben (1949 M.ü.M) angekommen bläst kein Wind mehr und wir können unseren Mittagsrast gemütlich an der wärmenden Sonne geniessen. Gestärkt und erholt nehmen wir die Abfahrt in Angriff. Zuerst etwas Windharsch und festgepresster Schnee, dann aber im Steilhang beste Pulververhältnisse. Wer hätte das gedacht? Wie immer entlocken diese Verhältnisse der einen oder dem anderen einen Jubelschrei. Einfach schön! Zum Schluss gehen wir noch etwas trinken, um den schönen Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Erneut bin ich von der guten und durchdachten Planung und Leitung von Sandra und René beeindruckt. Ihr seid einfach grossartig!
Im Namen der Gruppe (Marianne, Susanne, Rita, Myrjam, Nora, Gerhard, Hansruedi, Roger, Benno, Michael, Martin) ein grosses MERCI! Wir kommen wieder! Regine
Da die Hänge im Gantrischgebiet mehr braun als weiss waren, führte uns das dritte Skitouren-Modul ins idyllische Diemtigtal. Unser Ziel: die Traumlücke beim Chalberhöri – ein erster „richtiger“ Gipfel für viele der Kursteilnehmenden.
Kurz nach acht Uhr brachen wir vom Parkplatz Senggiweid in kleineren Gruppen auf. Unsere Gruppe, angeführt von Roland, folgte zunächst einem Waldweg, der uns schon bald erste Orientierungsmöglichkeiten bot. Immer wieder studierten wir die Karte, markierten unsere aktuelle Position und verglichen sie mit der Umgebung. Die Hütte diente uns dabei als markanter Orientierungspunkt. Als wir sie schliesslich erreichten, wussten wir: Ab hier beginnt der Aufstieg ins offene Gelände.
Während des Anstiegs legten wir immer wieder kurze Stopps ein, um Karten zu studieren und wertvolle Tipps zu Theorie und Praxis zu besprechen. Besonders spannend waren Themen wie Wildruhezonen, nützliche Apps wie Whiterisk, die richtige Tourenplanung und die Vorbereitung auf eine Tour. Auch die Schneebeschaffenheit nahmen wir vor Ort genau unter die Lupe.
Natürlich durfte auch das Üben der Spitzkehren nicht fehlen. Anfangs waren unsere Versuche mehr „abenteuerlich“ als elegant, aber mit jedem weiteren Schritt wurden wir geschickter. Am Ende schafften wir es, die Spitzkehren halbwegs stilvoll und ohne akrobatische Einlagen zu meistern – mehr oder weniger. ;)
Während die anderen Gruppen ihr Ziel bereits erreicht hatten, erhielten wir einen Anruf von Glöisi. Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns noch etwa eine halbe Stunde unterhalb des Gipfels. Der Anruf spornte uns an, das Tempo zu erhöhen, und wir konnten schliesslich die Traumlücke ebenfalls erreichen. Unser Aufenthalt am Gipfel war nur kurz, um die anderen nicht allzu lange warten zu lassen. Die Vorfreude auf die Abfahrt machte uns das Aufbrechen jedoch leicht.
Die Abfahrt selbst war ein echtes Highlight: wunderschöne Hänge mit besserem Schnee, als wir es erwartet hatten. Für die einen ein purer Genuss, für die anderen ein ordentliches Workout für die Oberschenkel. Unten angekommen liessen wir den gelungenen Tag bei einem wohlverdienten Getränk im Restaurant ausklingen und tauschten uns mit den anderen Gruppen über unsere Erlebnisse aus.
Samira für die Gruppe von Roland
Mein Bericht beginnt mit einem grossen Dank an Tourenleiterin Sandra: Es war eine wunderbare Tour, die uns schneebedingt nicht auf den Chumigalm sondern auf die Meniggrund Safari Luegle-Puur-Stand führte. Du hast uns schon an deinen vorbereitenden Überlegungen teilhaben lassen und die Gruppe so umsichtig geführt, ganz herzlichen Dank!
Nachdem wir die erste und einzige Gefahrenstelle - nämlich das spiegelblanke Eis auf dem hintersten Parkplatz im Menniggrund - ohne Beinbrüche oder blaue Flecken gemeistert hatten, liefen wir glücklich und zufrieden an den Fuss des Lueglispitzes. Unterwegs durchquerten wir unseren ersten kurzen Sulz-Hang der Saison und freuten uns über die Sonne, den im Gegenlicht leuchtenden Schnee, die weite Aussicht und die netten Gespräche.
Dann zogen wir erste Kurven durch den erstaunlich guten Schnee, montierten die Felle auf der Alp Obergestelen zum zweiten Mal und stiegen zum Puur auf. Beim zweiten Abfellen auf dem Puur zeigte sich, dass das mehrmalig An- und Abfellen mit allem, was dazu gehört, gar nicht so einfach ist. Aber schlussendlich hatten alle ihre Bindungen auf Fahren gestellt, die Helme nicht ab-, sondern angezogen, die Handschuhe wieder gefunden und die Felle auch wirklich abgenommen. Unten bei der Seebergseehütte wieder ein kurzer Moment der Vewirrung: was mache ich mit dem Fell in meiner Hand, wenn ich es vom Ski genommen habe?? So kam es, dass einzelne von uns nicht 3 sondern 3 1/2 Mal an- und abgefellt haben…
Bei der Seebergseehütte genossen wir Sonne und Picknick, danach ging’s hoch zum Stand und in richtig gutem Schnee wieder ins Tal zurück. Ein schöner Tag unterwegs in einer wunderbaren Landschaft und in bester Gesellschaft.
Mit dabei waren: Sandra Crameri, Martin de Bruin, Jutta Gubler, Dieter Hulliger, Thomas Angeli und Claudia Drexler (Bericht)
Tourenbericht – Spass bei der Abfahrt – les Marécottes
Nebst vielen technischen Inputs, haben die Teilnehmenden einen unbekannten Skiort kennen gelernt.
Einige Statements der Teilnehmenden.
Dänu:
— Auf so breiten Ski musst du breiter stehen, damit du richtig Kante geben kannst.
— Bleib länger dran, bevor du entlastest
— alkoholfreies Bier ist das beste isotonische Getränk für Sportler
Nochmals herzlichen Dank für die Organisation und Durchführung dieses Skitags. Mir hat er viel gebracht ⛷️☺️🎿
Susanne:
Die Oldie hat in den 70ern skifahren gelernt: «Mit den heutigen Skiern muss ich etwas anders machen» oder so ähnlich.
Auf dem Sessellift hatten wir (in der Frauengruppe 😉) sogar Zeit, Rezepte auszutauschen: Beet im Teig. Zum Ausprobieren!
«Der erste Drehpunkt: Mit Geduld dem Ski Zeit lassen zum Drehen und dann den Talski begleiten.» Schon fast eine Lebensschule.
Vielen Dank nochmals für den lehrreichen Tag in angenehmer Atmosphäre!
Thömu:
Vom Alexis Money wird gseit: 'Der ruhige Fahrstil des Freiburgers ist prädestiniert für die Streif, er steht dermassen zentral über dem Ski, dass ihn kaum etwas aus dem Gleichgewicht bringen kann.'
Wir sind froh, dass uns Willi heute im Skitechnikkurs dieses 'zentral über dem Ski' erklärt und beigebracht hat.
Brige:
Feingefühl, Beobachtungsgabe und Konzentration waren gefragt, als wir mit den wertvollen Inputs von Tegi auf den sonnigen Pisten von Les Marécottes unsere Schwünge auf den «next level» hoben. Viel nehmen wir mit für die kommenden Skitouren – Abfahrten – der Pulverschnee kann kommen, wir sind ready!
Caro:
Die Frauencrew hat bestens harmoniert und die Vorgaben der Skilehrerin versucht umzusetzen😉
Auf und ab; kippen, drehen, Mitte finden, Steuerung 1 und 2, Geduld waren die Schlagwörter....
Fabienne:
Und plötzlich kam die Abwärtsspitzkehre…
Mark:
Fahrtechnik ist die halbe Miete. Bestens gerüstet für kommende Abfahrten. Merci an Willi, Tegi und Team
Bine:
Highlight: schon nach der ersten Technik-Sequenz hat es klick gemacht! Jetzt alles nur noch auf die Tourenskis übertragen.
Jürgu:
Beim Kurzschwingen muss der Stockeinsatz früher erfolgen
Teilnehmer:innen:
Bine, Brige, Caro, Fabienne, Susanne
Daniel, Jürgu, Lukas, Mark, Thömu
Vor lauter kanten, kippen und knicken, belasten / entasten, beugen und strecken, drehen, Körperschwerpunkt und Grundposition suchen, wurde das Fotografieren ein wenig vernachlässigt.
Wir konnten einen super Skitechnik Kurs im kleinen aber feinen les Marécottes durchführen. Danke an die Gruppenleiter die alle mit ihrer J + S Ausbildung Skifahren ihr Wissen weitergeben konnten.
Schnee- und Wetterprognosen sind durchzogen – deshalb geht es schliesslich nicht wie ausgeschrieben auf den Mariannehubel und auch nicht auf den Gurbsgrat, wie zwei Tage vorher geplant, sondern letztlich zur Standhütte unterhalb des Standhorns in der Niesenkette.
Eine gute Wahl! Während es rundherum zu regnen scheint, erwischen wir beim Aufstieg lediglich ein paar Schneeflocken. Die Sonne will sich nicht so recht zeigen, und beim Aufstieg ziehen wir mehrmals die Skier aus oder heben Sie Felle-schonend über steinige Abschnitte.
Doch der Aufstieg hat sich gelohnt: Etwas oberhalb der Standhütte legen wir unsere Kurven in den nicht mehr ganz pulvrigen, aber doch recht fahrbaren Schnee. Zwei versteckte Eisbrocken bringen zwei von uns zu Fall – wir landen jedoch weich.
Eine schöne, wenngleich etwas anstrengende Abfahrt bis zu dem Moment, wo es wieder Skier auszuziehen, zu tragen und wieder anzuziehen gilt.
Wir sind nun jedenfalls alle fit und innert Sekunden in der Pinbindung drin! (Myriam)
Eine ÖV-Tour ins Färmel machen wahrscheinlich nur die wenigsten Leute. Wir machten es. Das Taxi brachte uns bis zu hinterst ins Tal. Dort liefen wir hoch zum Grat. Schon die erste Abfahrt bot sehr guten Schnee in allen Facetten (pulver & sulz). Auf dem Gipfel blies ein unangenehmer Wind, je weiter unten war es windstiller. Die Pause machten wir deshalb vor dem zweiten Aufstieg und schoben noch einen kurzen Ausblidungsblock in der LVS Suche ein. Der zweite Aufstieg führte uns etwas näher zum Rauflihorn. Dort war ziemlich viel los und knapp einen Kliometer entfernt waren wir alleine. Die Abfahrt ins Tal bot wiederum sehr guten Schnee und ganz unten im schattigen Tal wieder pulver. Wir konnten nicht ganz bis Matten fahren, wir mussten die Ski noch ca. 15 Minuten tragen. Bei der Anfahrt hätte das niemand für möglich gehalten.
Kurz nach neun Uhr treffen wir elf Mittwochstüüreler und die beiden Leitenden René und Sandra voller Vorfreude auf dem Parkplatz Senggi, Grimmialp ein. Heute soll es die Traumlücke sein, eine eher schattig gelegene Tour, die aber schönen Pulverschnee verspricht. Seit dem LSV Kurs am bitterkalten letzten Sonntag sind die garstigen Minustemperaturen angestiegen, Hantieren beim Felle kleben und Skischuhe anziehen geht heute bestens ohne Handschuhe und ohne kalte «Klämmerli». Das Strässli hoch wird noch eifrig drauflos geplaudert, hingegen wird die Route nach der Abzweigung zur Wildgrimmi hinauf steil und wir brauchen nun für die vielen Spitzkehren im offenen Wald unsere Energie eher in den Beinen. Weiter gehts über schön geschwungene Abhänge in weichem und vielversprechendem Pulverschnee, gut gespurt über die winterlichen Alpweiden hoch. Vor uns das Rothore, im Westen die Spillgerte oder der Mariannehubel und östlich die Gratfelsen mit ihren Scharten, die als Touren begangen werden. Nach dreieinhalb Stunden erreichen wir die Traumlücke, 1040 Höhenmeter haben wir gemeistert., die obersten davon in recht steilem Gelände. Kein Gipfel heute, dafür ein beeindruckender Grat mit grosser Gwächte, toller Aussicht, z.B. aufs Rauflihorn oder die Galmschibe hinüber. Wir haben für das Mittagspicknick gerade noch rechtzeitig die letzten Sonnenstrahlen erwischt. Die Abfahrt ist dann super schön! Natürlich gibt es schon viele Spuren im Schnee, trotzdem können wir eigene Schwünge und Bögen ziehen, es ist eine Freude! Im Waldgebiet wird es enger, wir kurven zwischen kleinen Tannen, im hügligen Gelände runter aufs Strässlein. Diese letzten gut 300 Hm sausen wir wie auf einer guten Piste bis zum Parkplatz hinunter. Auf der Sonnenterrasse der zum Glück geöffneten Wirtschaft beim Grimmialplift löschen wir den Durst und lassen die Tour gemütlich ausklingen. Herzlichen Dank Sandra und René für euren Einsatz und eure gute Betreuung von uns. Auf die nächste Mittwochstour!! Magdalena, Susanne, Regine, Heidi, Helen, Michael, Debi, Gerhard, Lukas, Hanspeter, Marianne (Bericht)
Wir führten den LVS Kurs zusammen mit dem Skitouren Modul 1 durch, wodurch sich eine stattliche Anzahl von fast fünfzig Teilnehmer/innen ergab. Ich möchte mich bei Egger Willi und allen Tourenleiter/innen herzlich bedanken die dazu beigetragen haben diesen Tag zu organisieren und mitzugestalten.
Auch möchte ich mich bei den Betreibern der unteren Gantrischhütte bedanken die uns, trotzdem das Rest. geschlossen ist, einlass gewährten.
Der Winter zeigte sich an diesem Sonntag von seiner rauen Seite: klirrende Kälte und starker Wind begleiteten uns beim Aussteigen aus den Autos bei der Gantrischhütte. Doch das Wetter hielt uns nicht davon ab, motiviert in unser erstes Skitouren-Modul zu starten, das ganz im Zeichen des Lawinenverschüttetensuchgeräts (LVS) und eines allgemeinen Einstiegs in die Welt der Skitouren stand.
Glücklicherweise konnten wir die Theorieeinheit zu Beginn in den warmen Räumen der Gantrischhütte durchführen – eine willkommene Gelegenheit, uns die Finger zu wärmen. Die Tourenleiter führten uns durch die Grundlagen der Lawinenkunde und erklärten Schritt für Schritt den Umgang mit dem LVS-Gerät. Anschließend stellten sie ihre komplette Ausrüstung vor – vom Steigfell bis zum unverzichtbaren Zmittag-Riegel.
Frisch ausgerüstet und voller Tatendrang machten wir uns danach an einen kurzen Aufstieg. Die Bewegung half, uns aufzuwärmen, und bald schon ging es an die praktische Anwendung des Gelernten. Im Schnee suchten wir nach vergrabenen Rucksäcken und anderen Gegenständen – eine wertvolle Übung, die den Ernstfall greifbar machte.
Den krönenden Abschluss bildete eine flotte Abfahrt, die allen Teilnehmenden ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Gegen 15 Uhr kehrten wir, zufrieden und um einige wertvolle Erfahrungen reicher, zur Gantrischhütte zurück.
Auch dieses Jahr konnten wir Tourenleiter/innen wieder einen interessanten und lehrreichen Tag zum Thema Lawinenkunde verbringen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unser Bergführer Willi Egger, der uns auf den neusten Stand brachte.
Ich denke es ist immer gut sich anfangs Saison etwas vertieft mit der Lawinenthematik auseinanderzusetzen.
Die Wetterprognosen melden einmal mehr in diesen Tagen im Flachland zäher Hochnebel, in den Bergen schön!
Da lachen unsere Herzen, als wir im Diemtigtal ankommen, blauer Himmel, und vor allem Schnee hat’s auch noch. René und Sandra bilden zwei Gruppen à 6 Personen. Eine bunte Truppe begibt sich auf die Tour zum Rauflihorn. Alleine sind wir bei Trost nicht, unzählige zieht es momentan in die «Höger». In Gipfelnähe fühlt sich die Spur frühlingshaft an, hat die Sonne doch schon Kraft und der nächste Schnee sollte auch bald kommen. Nach knapp drei Stunden erreichen wir den Gipfel mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Walliser, Freiburger, Waadtländer, Berner Oberländer und die Innerschweizer Alpen, den langgezogenen Jura auch nicht zu vergessen.
Nach einem gemütlichen Picnic mit Schwatz und Gipfelfoto erklärt uns René seine Absichten. Hat er eine Ausnahmebewilligung vom Tourenchef erhalten, die Gruppen aufzuteilen. Eine Gruppe mit vier Fahrern/innen durften die schwierigere Abfahrt mit ihm über die NE Flanke in den Fildrich runter unter die Bretter nehmen. Die anderen fuhren mit Sandra die traditionelle Abfahrtsroute hinunter. In den Fildrich runter Powder pur! Danke René für diese mega Abfahrt!
Nach eher pistenähnlichen Verhältnissen am Gipfel dann auch auf der Normalroute noch freie Plätze im Pulverschnee. Zurück in Schwenden treffen wir uns in der Beiz um aufs Altjahr anzustossen!
Danke tuusig unserer Leitung Sandra und René! Ihr macht das einfach grandios!
Auf ein nächstes Mal! Aune e guete Rutsch und ä Hampfele Schnee! Madeleine
Beim ersten Schneefall war ich nicht anwesend. Es liegt Schnee und ich bin so richtig heiss auf eine Skitour. Vielleicht führt Sandra die Mittwoch Skitour, leider nein. René kenne ich als Bikeguide der Pro Senectute. Ich versuche mein Glück und starte eine Anfrage. Welches Glück, als Gast kannst du gerne mitkommen, meinte René. Bei der unteren Gantrischhütte, treffen sich 10 Personen (Lena neues Mitglied, ich als Gast). Manuel machte die LVS Kontrolle. Wir steigen in Richtung Morgetenpass auf. Die Spur ist gut angelegt. Weiter geht’s zum Schibespitz. Eine kurze Abfahrt im Pulver erfreut unsere Gemüter. Der Anstieg bis zum Mittagshalt war kurz, die mystische Stimmung zum Stockhorn einzigartig, die Abfahrt teilweise mit blinder Sicht, aber trotzdem gut zu fahren. Der Abschlusstrunk beim Skilift Beizli: Kein Twint und keine Kreditkarten, Bargeld war rar! Manuel hat die Lösung, seine 20er Note, welche er gut mit Doppelklebband am Handy befestigte, kam zum Zug. Für die tolle Kameradschaft und die gut organisierte Tour danke ich herzlich. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Komme wieder! Heidy
Der heutige Saisonstart der Mittwochsskitouren war für die meisten auch der Start in die Skitourensaison. Die saftig grünen Wiesen und der dicke Nebel im Simmental liessen die Spannung spürbar steigen: finden wir heute Schnee und Sonne? Tatsächlich: ab Zwischenflüh zeigt sich blauer Himmel und der eisigkalte Meniggrund ist schneebedeckt. Nach einem doppelten LVS-Check steigen wir plaudernd zuerst entlang der Strasse, dann über sanfte Matten der Sonne entgegen. Diese bringt die mit Raureif geschmückten Tannen ins Strahlen und auch uns: welch' traumhafte Winterlandschaft! Bald bewundern wir die grossartige Aussicht vom Stand und geniessen jeden Sonnenstrahl, denn das Nebelmeer ist nicht weit. Die Abfahrt durch die pulvrigen Westhänge übertrifft die kühnsten Erwartungen und wird von zahlreichen Juchzern begleitet. Zwischen dem lockeren Schnee gucken zahlreiche Steine hervor und fordern eine sorgfältige Spurwahl. Viel zu schnell gelangen wir zur Fahrstrasse, deren Schneedecke noch ausreicht, um bis zum Meniggrund zu fahren.
Danke, Sandra und René, dass wir am Internationalen Tag der Berge dieses Wintermärchen erleben durften!
P.S. Seit 2003 wird der UN-Tag der Berge am 11. Dezember begangen. Er soll das Bewusstsein für die Bedeutung der Berge für das Leben schärfen, die Möglichkeiten und Grenzen der Entwicklung in den Bergen aufzeigen und Allianzen bilden, welche positive Veränderungen für Bergvölker und deren Umwelt in aller Welt bewirken.
Tourenbericht: Jutta Gubler Kläne-Menke
Impressionen der Teilnehmenden vom Drytooling im Sandsteinklettergarten:
Patrick:
Ein unglaublich cooler Tag, eine neue mir unbekannte Sportart entdeckt! Danke Willi
Cornelia:
Da die Grasmutten am Gantrisch zu wenig gefrohren waren, hat uns Willi ein grossartiges Alternativprogramm kreiert und einem alten Steinbruch mit Putzen und Bohren neues Leben eingehaucht und ihn perfekt für uns eingerichtet, so dass wir uns im Drytoolen üben durften - vielen Dank, Willi, für die vielen Tipps und das spannende Erlebnis!
Jonas:
Wir toolten bis die Unterarme härter als der Sandstein waren.
Stefan:
Super Einführung durch Willi ins Thema Drytooling. Anstatt an den flacheren Grasmutten übten wir am steilen Sandstein.
Jannik:
Super Drytooling Tag mit spannenden Theorieinputs!
Roland:
Ein perfekter Sonntag: Ausschlafen, via Beiz in den Klettergarten und in bester Gesellschaft unter fachkundiger Anleitung die Arme langziehen. Und das praktisch vor der Haustür – was will man mehr?
Glöisi:
Drytooling, The day after…
Es gibt Muskelgruppen die schon lange nicht mehr so intensiv beansprucht worden sind… Es war ein toller und lehrreicher Tag.
Danke Willi fürs organisieren und deine Arbeit im Klettergarten.
Tegi:
Für mich ein Revival im Allmithölzli, früher ein Klettergarten, um die Fingerkraft zu stärken und heute werden die Griffe und Tritte mit Pickel und Steigeisen «malträtiert» = Drytooling, eine neue Sportart.
Links und rechts von mir tönte und kratzte es von den Steigeisen wie beim Zahnarzt bei der Detalhygiene. Nach 8 Routen Drytooling brannten die Unterarme und der Schultergürtel mit Spannung. Merci Willi für deine Vorbereitungsarbeit Putzen des Sandsteins im Klettergarten und die vielen Tipps und Tricks – «es het mega gfägt»
Chrigu:
Drytoolen bis mir dr Strom usgange isch 😊, super neui Erfahrig, het Spass gmacht – Merci Willi
Clubwochenende: SAC Gantrisch gemeinsam gesellig in Grindelwald
Die Vision: Nach der gelungenen Jubiläumsfeier vor zwei Jahren soll nun zusätzlich zu all unseren wunderbaren Touren ein geselliger Anlass das Clubleben mitgestalten. Wir wollen ein aktives, sportliches Clubwochenende, bei dem die Geselligkeit und Gemeinschaft im Vordergrund steht. Wir wollen gemeinsam aktiv die Berge geniessen, gesellig beim Abendessen die alten und die neuen Clubbekanntschaften pflegen und am Sonntag gemütlich frühstücken. Dann noch verschiedene Touren, so dass für jede und jeden etwas dabei ist, und - um das Ganze abzurunden – darf natürlich das perfekte Wetter Ende Oktober nicht fehlen. Und Steefoux und Sabine organisieren alles.
Kann das klappen?
Die perfekte Unterkunft mit genügend Schlafplätzen und idealem Ausgangsort für verschiedene Touren war in Grindelwald mit dem Chalet Teufi der Sektion Bern schon mal schnell gefunden. Und auch die Tourenleitenden waren sofort mit dabei: Tina für das Biken, Markus T. für das Wandern, Willi für eine alpine Tour und Steefoux für das Klettern – so schön, wenn man weiss, dass es immer Leute gibt, die mit Leidenschaft dabei sind!
Die ersten Acht – das Hüttenteam – reiste schon am Freitag Nachmittag an, um die Küche einzurichten und das Haus aufzuwärmen. Das fiel uns gar nicht schwer, denn mit feinem lokalen 3970 Nordwand Bräu mussten wir zuerst auf das Geburtstagskind des Tages anstossen.
Am Samstag morgen schnippelten wir die Zutaten für das Znacht und kneteten die Züpfe für das Sonntagsfrühstück. Und dann, nach dem Frühstück ging es los: Wir schwärmten aus um uns mit unseren Tourenteilnehmenden an den verschiedenen Ausgangsorten zu treffen.
Samstag – Wettbewerb, dicke Arme und Kurvenkurbeln
Die grösste Gruppe machte sich Richtung Grosse Scheidegg auf, um dann den Panoramaweg bis zur First-Mittelstation zu erwandern. Unterwegs konnten die zwölf Wandernden viel Wissenswertes rund um die Gemeinde Grindelwald und zur Gletscherwelt von Tourenleiter Markus erfahren. Nach dem Mittagspicknick ging es durch den Wald wieder abwärts bis zu einem ehemaligen Restaurant, wo Markus zur Überraschung aller noch einen kleinen Wettbewerb zu historischen Ereignissen rund um Grindelwald auf Lager hatte.
Die zweitgrösste Gruppe erfreute sich nicht nur über die ausschlaftaugliche Startzeit von 11 Uhr, sondern auch über die äusserst griffigen und abwechslungsreichen Routen des Klettergartens Neuhaus. Die sechs Kletterinnen und Kletterer mit Tourenleiter Steefoux kamen in den vollen Genuss und schliesslich auch zu dicken Unterarmen und langen Fingern!
Die sechsköpfige Bikegruppe um Tourenleiterin Tina nahm die Kleine Scheidegg unter die Räder. Kurve um Kurve kurbelten und schwatzen sie sich auf der Passstrasse in die Höhe, bevor es auf ein paar schönen Trails wieder talabwärts ging. Gar nicht so einfach: gleichzeitig Pedalieren, Schnörren und nach Pilzen Ausschau halten!
Da das Wetter am Samstag noch etwas feucht-neblig war, hatte Willis Alpin-Gruppe noch einen Tag Schonfrist, aber Willi – stets im Dienst – machte seine Reko-Tour für den nächsten Tag.
Das Zusammenkommen
Pünktlich um 16 Uhr fanden sich alle im Chalet Teufi wieder zum Apéro ein. Und endlich waren alle da! Die Konstanten, die man auf vielen Touren immer wieder trifft, die Lange-Nicht-Mehr-Gesehenen und die Neuen! Schön war’s, wie sich alles schwatzend gemischt hat und so viel geredet wurde, dass zumindest Eine danach vier Tage keine Stimme mehr hatte. In der Küche begannen wir schliesslich langsam das Znacht vorzubereiten. Die beiden jüngsten Teilnehmerinnen, Katja und Zoe, schnippelten unermüdlich Salatkopf um Salatkopf, während das Küchenteam nicht die bekannte 5 Pi sondern die 4 S zubereitete: Steefouxs Spezial Spaghetti Sauce. Und das Wagnis, sie zum ersten Mal gleich für 32 Personen auszuprobieren, hat sich voll und ganz gelohnt. Zum Dessert gab es Dank vier talentierter Kuchenbäckerinnen feinen Kuchen. Während einige wenige nach dem Abendessen schon wieder die Heimreise antraten, fanden auch die letzten noch ein freies Bett, so dass dann sorglos noch lange der Abend genossen werden konnte.
Sonntag – Sonne und Grand Bleu
Am Sonntag morgen um sechs Uhr trafen sich die ersten in der Küche wieder um das Frühstück vorzubereiten. Während die einen noch etwas länger das Frühstück geniessen konnten, machte sich Willis Alpin-Gruppe bei Prachtwetter auf, den Klettersteig Schwarzhorn zu erklimmen. Mit teilweise viel Luft unterm Füdli wurden sie mit einem wunderschönen Panoramablick belohnt.
Unterdessen machten sich alle anderen an das Putzen des Chalets. Und es wurde geschrubbt, gesaugt und poliert was das Zeug hält – das Chalet war danach sauberer als wir es übernommen haben! So motiviert, konnten nun auch die anderen Touren beginnen.
Die Klettergruppe macht sich auf eine Mehrseillängen-Tour an der steilen Wand der «Burg». In der «Escalera» hatten aber nicht nur sie selbst freie Bahn, sondern auch einige steinerne Grussbotschaften von über ihnen kletternden Seilschaften, die unsere Kletterer nur um Zentimeter verfehlten!
Die Wandergruppe zog das grosse Los: von der Bussalp bis zum Mittagshalt Fernandashütte begegneten sie keiner Menschenseele und konnten die phänomenale Aussicht bei T-Shirtwetter geniessen. Über den Bachsee ging es über die Sattelegg zum Waldspitz, wo auf der Terrasse mit hauptsächlich Einheimischen der verdiente Zwetschgenkuchen genossen wurde.
Die Bikegruppe ersparte sich diesmal den teerigen Aufstieg und nahm den Bus bis zur Grossen Scheidegg, in der Gewissheit, dass es noch einige Höhenmeter geben wird. Von dort pedalierten sie über die First ebenfalls bis zum Bachsee, wo nach einer sonnigen Mittagspause die superschönen und abwechslungsreichen Trails von alpin bis wurzelreich auf sie warteten.
Hat es also geklappt?
Ja! Und es hat nicht einfach nur geklappt, sondern sogar ganz grossartig geklappt!
Wir sind noch immer begeistert, wie schön die Touren mit euch waren, wie viel gelacht und geredet wurde beim Apéro und Znacht und wie tatkräftig alle beim Kochen, Abwaschen, Aufräumen und Putzen dabei waren! Vielen Dank an euch Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dafür, dass ihr unsere Vision habt wahr werden lassen,
Steefoux und Bine
Pssst: schaut mal ins neue Tourenprogramm!
Tourenbericht Klettergruppe
Samstag
Nach und nach trifft sie ein, die heutige Klettercrew: Sandra und Martin aus Richtung Bushaltestelle, Chiara und Eric aus dem nahegelegenen Café, Stefan aus dem bereits aufgewärmten Chalet Teufi und Beat und Roland aus dem nebligen Bern. Pünktlich um 11 Uhr sind wir vollzählig und nehmen den Mini-Zustieg zum Klettergarten Neuhaus unter die Füsse. Wir sind zuversichtlich, dass wir dank der ausschlaftauglichen Startzeit trotz des verregneten Vortags auf trockenen Fels treffen werden.
Am steilen, im Wald versteckten Felsband angekommen sieht das aber auf den ersten Blick gar nicht so aus. Feucht und staubig wirken die Kletterwände. Schnell jedoch geben die Neuhaus-Kenner Entwarnung: Das muss so, handelt es sich doch beim hier aufgetürmten Gestein der Niederhorn-Formation um Hohgant-Sandstein, einen kalkigen Quarzsandstein. Tatsächlich stellt sich dieser bei näherer Betrachtung als äusserst griffig und vor allem abwechslungsreich heraus: Auf scharfe Risse folgen hier ausgewaschene Tropflöcher, runde Aufleger wechseln sich mit feinen Leisten und kantigen Ausbrüchen ab. Manchmal kommt auch ein grosser Henkel gerade gelegen. In Routen wie «Sans soleil» und «Exkurs» (zum Aufwärmen) oder «Dimma» und «Waldschrat» (geht schon ganz schön zur Sache) oder schliesslich «Aha» und «Holzbock» (zum Zuschauen :-)) kommen wir in den vollen Genuss dieser vielfältigen Kletterei.
So vergeht denn auch die Zeit wie im Fluge. Bald sind unsere Finger lang, die Unterarme dick und der Kopf zumindest gedanklich langsam aber sicher in Grindelwald beim geselligen Teil des Clubweekends. Nach kurzer Fahrt durchs wunderschön in Herbstfarben getauchte Lütschinental treffen wir wenig später da ein.
Sonntag
Mit einer Stunde Vorsprung auf den Zeitplan – offenbar hat der Club auch in Sachen Putzen einiges drauf – brechen wir auf, mit der Alp Hintisberg als Ziel. Gegenüber gestern ist die Klettercrew etwas geschrumpft: Sandra und Martin mussten uns bereits nach dem Nachtessen verlassen und Eric schliesst sich heute der Alpin-Gruppe an. Trotz stellenweise etwas (zu) knapper Bodenfreiheit erreichen wir fahrend die Alp Hintisberg, von wo aus wir erstmals unser Ziel – die steile Wand der «Burg» - in Augenschein nehmen können. Knapp 300 Höhenmeter trennen uns noch von ihrem unteren Ende, welche wir auf dem gut ausgetretenen Weg aber schnell hinter uns bringen. Alleine an der Wand sind wir bei den idealen Bedingungen heute natürlich nicht, nach etwas Topo- und Wandstudium meinen wir aber, dass wir in der «Escalera» freie Bahn haben sollten. Freie Bahn haben aber leider auch die (bestimmt nicht absichtlich ausgelösten) steinernen Grussbotschaften der bereits kletternden Seilschaften über uns. Nur wenige Zentimeter rauscht eine davon neben unseren Köpfen vorbei uns sorgt schon mal für ordentlich Puls…
Stefan führt unser Grüppli mit Roland im Schlepptau an, Chiara und Beat wechseln sich mit der Führung der zweiten Seilschaft ab. Über zwei Seillängen sondieren wir uns in eher zweifelhaftem Fels nach oben bis wir von Stefan aus der dritten Länge erste Schwärmereien für den endlich guten Fels vernehmen. Aus der Nachbarroute hingegen vernehmen wir immer mehr Streitereien. Sachen gibt’s…
In schliesslich festem Fels und vielseitigen Strukturen – Platten, Löcher, Leisten, Risse – werden die oberen vier Seillängen ein wahrer Klettergenuss. Zumindest wenn man die Sache (so wie ich) als Nachsteiger relativ entspannt angehen kann. Auch mit durch Stefan teilweise entschärften Schlüsselstellen muss an der einen oder anderen Crux ganz schön zugepackt werden: Der Respekt gebührt den Vorsteigern!
Was auf einer Klettertour hier oben trotz Fokus auf die nächsten Klettermeter nicht vergessen werden darf: Der Blick nach hinten. Eiger, Mönch und Jungfrau direkt im Rücken, das weitere Panorama bis zu den Lobhörnern und die gelb, orange und rot leuchtend gefärbten Wälder weit unten im Tal sorgen für ein einmaliges Ambiente. Und mit jedem erkletterten Meter wird die Aussicht noch besser. Gleichwohl müssen wir – zuoberst angekommen – den Rückweg antreten. In teils luftiger Abseilerei erreichen wir schnell unser Materialdepot am Wandfuss und verlassen diesen auch zügig, um nicht nochmals in den Genuss eines steinernen Bombardements zu kommen. Die Pause gönnen wir uns dann zurück auf der Alp Hintisberg in der herrlich warmen Herbstsonne – im Wissen, dass wir diese gleich hinter uns lassen und ins schattige Tal nach Burglauenen und schliesslich nach Hause zurückkehren werden.
Vielen Dank der ganzen Klettergruppe für die lässigen zwei Klettertage und Stefan für die hervorragende Leitung!
Herbstkletterwoche in Finale Ligure
Der etwas andere Tourenbericht, Aussagen der Teilnehmenden…..
Finale gut, alles gut. Ein tolles Gebiete mit Routen für alle Fälle, für alle Grade, abwechslungsreich, aber messerscharf. Alternativprogramm auch bei Regen am Fels unter der Erde. Immer super gesichert mit erfahrenem Team, Guide und Leiterin und sicher immer mindestens ein Apero.
Finale ist ein wunderschönes Klettergebiet. Vielmehr noch, wenn die Tage super organisiert sind und Willi jedes Gebiet, praktisch jede Route und dazu noch fast jeden kritischen Griff kennt. Die Abkühlung im Meer und die herrlichen ligurischen Spezialitäten am Abend (Tegis Tips) waren einfach fantastisch. Vielen Dank!
Schöne Klettertage mit leider einem laaangen Regentag. Guter, griffiger Finalefels, gute Leitung, viel Gelafer und zahlreiche Apéros später die kurzweilige Rückfahrt.
Dank an alle für die tollen Tage.
Fels, Sonne, Meer, Apero, ligurische Spezialitäten und das mit einer so lustigen Truppe. Was will man mehr.
Merci 🙏 Tegi & Willi
Mein Fazit zu Finale: "Mir het's gfalle!" Mit zahlreichen Kratzern vom dornigen Gstrüpp, noch immer heissen Fingern vom rauen Fels, (nur) 1 kg mehr auf den Hüften nach dem vielen superfeinen Essen, nehme ich zahlreiche schöne Erinnerungen mit. Danke Tegi und Willi für die tolle Organisation, das ausgewogene und vielseitige Programm für alle. Es war ein Genuss! Ich habe mich wohl und sicher gefühlt!
Vorteile eines Schlechwettertages:
Ausschlafen (Morgenessen erst um 8 Uhr), Besuch der Tropfsteinhöhle in Borgo Verrezi, und nach dem Apero genug Zeit fürs zweite Apero 😁
Klettern Finale 2024 = super Organisation , danke an Tegi und Willi. Schöne Klettereien, feines Essen, Aaapéro, Gelati und dumme Sprüche…
Einziger Wermutstropfen war das findige „ Schnuderbuebe" am letzten Tag in unser Bus eingebrochen sind und ein Rucksack samt Inhalt entwendet haben. Liebe Mobiliar, als ich…
Teilnehmende: Jeannette, Beat, Gerhard, Dänu, Glöisi, Rolf L., Rolf R.
Tegi, Willi
Klettertour Ueschenen 8.9.24
Schon vor ein paar Tagen am Telefon hatte Stefan vorgewarnt, dass es bei den aktuellen Wetteraussichten mit dem ausgeschriebenen Ziel – dem «Familiensektor» in Ueschenen schwierig werden könnte. Die ins Spiel gebrachten Alternativen – Gastlosen oder Jura – taten der Vorfreude auf einen Klettertag jedoch wahrhaftig keinen Abbruch. Aufgrund der weiteren Wetterprognosen im Laufe der Woche kristallisierte sich dann das ursprüngliche Ziel doch als der Spot mit der grössten Chance trocken zu bleiben heraus.
So treffen wir uns also frühmorgens in Schwarzenburg am Bahnhof und machen uns auf den Weg ins Ueschenen, hoch über Kandersteg. Das Regenradar konsultieren wir bewusst (fast) nicht, denn nichts soll unseren Optimismus trüben. Tatsächlich können wir im kurzweiligen Aufstieg zur Wand sogar die eine oder andere blaue Störung am Himmel beobachten. Auch können wir, je näher wir der Wand kommen, nach und nach andere Kletterer an der Wand entdecken, womit wir nicht unbedingt gerechnet haben. Platz hat’s an der gut 100m hohen Wand aber genügend. Aufgeteilt in Zweierseilschaften finden wir problemlos drei freie Linien, welche wir ohne viel Zeit zu verlieren in Angriff nehmen. In durchwegs perfektem, vom Wasser teils messerscharf geformten Fels, weist uns eine dichte Bohrhaken-Spur den Weg nach oben. Plaisir pur – die eine oder andere Grünstelle wird da gerne verziehen.
Zum Glück kommen alle drei Seilschaften zügig voran. Während sich Sandra und Stefan bereits wieder auf dem Weg nach unten befinden, erreichen Chiara und Tina sowie Markus und Roland just das Top ihrer Tour als es vereinzelt zu tröpfeln beginnt. Tifig wollen wir nun also runter. Chiara und Tina beweisen uns sogar eindrücklich, dass frau die Route «Wassermaa» mit etwas Kreativität auch in nur 2x abseilen runterkommt – ein nicht zu unterschätzender Zeitgewinn, bei drohendem einsetzenden Regen. Zumindest wenn sich das Seil denn nachher auch Abziehen lässt… Am «anderen orangenen» klappt’s dann faszinierenderweise einwandfrei :-)
Da wir bislang trocken geblieben sind, entscheiden wir es dabei zu belassen und nehmen nicht eine zweite Route, wo wir mit Sicherheit verschifft würden, sondern den Abstieg zum Parkplatz in Angriff. In leichtem Nieselregen erreichen wir die Autos. Perfektes Timing! Wir sind froh im Trockenen zu sein, auch wenn das bedeutet, dass wir die Tour nicht im wunderschönen Garten des Landgasthofs Ruedihus ausklingen lassen, sondern drinnen in dessen durchaus auch heimeligen Gaststube.
Vielen Dank Stefan für die super Tourenleitung und den gelungenen Tag!
Mit dabei waren die Seilschaften Chiara & Tina, Sandra & Stefan und Markus & Roland
Wir trafen uns am 31. August 24 um 9:00 Uhr beim Parkplatz unter der Sewenhütte. Nach anschliessendem Aufstieg zur Hütte und einer kurzen Mittagsrast haben wir zwei Gruppen gebildet. Die Anfänger wurden von Kaspar Grossniklaus, unserem Bergführer, instruiert. Die zweite Gruppe begab sich direkt zum Sektor Edelweiss. Dort wurde fleissig auf verschiedenen Routen geklettert. Zum Abschluss des Tages wurde die Tyrolienne in Beschlag genommen.
Am Sonntag 1. September wurde nach dem erwachen, zünftig gefrühstückt. Nach dem Frühstuck und der Packerei liefen alle zusammen zum Sektor Seebach wo die erfahrensten Kinder unter der Führung von Kaspar einen Teil der Route "Milchstrasse" geklettert sind. Der Rest der Gruppe hat sich an den benachbarten Routen vergnügt.
Um etwa 14:00 Uhr begaben wir uns zum Sewensee wo wir den Schweis abwaschen und unsere Haut pflegen konnten. Nach einer Rast und einem Pick Nick, bei der Sewenhütte, waren wir fit für den Abstieg. Pünktlich und vor dem grossen Regen kamen wir um 17:00 Uhr bei den Autos an.
Ich danke allen beteiligten für das tolle Wochenende. Grüess Christof
Auf Grund von schlechtem Wetter am Sonntag unternahmen wir eine Tagestour auf den Mönch. Wir starteten um 5 Uhr morgens, als wir in Bern mit einem Bummler losfuhren. Von Grindelwald ging es mit der V-Bahn hinauf zum Eigergletscher und weiter mit der Jungfraujochbahn Richtung Jungfraujoch. Der Zwischenhalte im Eismeer boten bereits erste beeindruckende Ausblicke auf die Gletscherwelt, die uns erwartete.
Am Jungfraujoch angekommen, machten wir uns sofort auf den Weg. Unser Ziel war der Südwestgrat des Mönchs wo wir Schlange stehen mussten, bis wir einsteigen konnten. Die Bedingungen waren optimal: Der Himmel war klar und die Temperaturen waren angenehm, nur der Südwind war teils sehr stark. Auf Grund der hohe Schnee- und Firngrenze waren in einigen Passagen viel loses Gestein und Schotter, was den Aufstieg ein wenig anspruchsvoller machte.
Die Aussicht war überwältigend, und die ruhige, majestätische Atmosphäre der Berge trug uns mit der professionellen Unterstütztung von Tinu auf den Gipfel des Mönchs – für mich persönlich ein besonderer Moment, denn es war mein erster 4000er!
Nach einer kurzen Rast und dem Geniessen des Panoramas, begannen wir den Abstieg über die Normalroute. Hier trafen wir auf sehr viele andere Bergsteiger, die ebenfalls den Gipfel erklommen. Dank unseres zügigen Tempos gelang es uns, die meisten zu überholen, und wir stiegen im Eiltempo zum Jungfraujoch zurück.
Die letzten Meter auf dem flachen Plateau in der prallen Sonne waren fast die grösste Herausforderung des Tages. Die Sonne brannte, und die Anstrengung forderte ihren Tribut, doch die Freude über die erfolgreiche Tour überwog. Es war eine grossartige Überschreitung mit fantastischen Menschen, und für mich bleibt dieser Tag unvergesslich – nicht nur wegen der beeindruckenden Bergwelt, sondern auch, weil ich meinen ersten 4000er bestiegen habe. Jannik
Tourenbericht Klettertour Eiger-Rotstock 2663m
Am frühen Morgen um 06:00 starten wir unser Klettertag in Schwarzenburg. Nach und nach sammelten wir alle Teilnehmer ein, und machten uns auf den Weg nach Grindelwald.
Von Grindewald Terminal fuhren wir mit der V-Bahn bis zur Station Eigergletscher. Die Vorfreude auf die bevorstehende Kletterei war spürbar. Nach einer etwa 25 minütigen Wanderung erreichten wir den Einstieg zur Kletterroute. Die Bedingungen waren ideal- warmes und perfektes Wetter begleitete uns den ganzen Tag. Die Kletterei am Rotstock war ein Genuss. Ueber mehrere Seillängen hinweg bot die Route abwechslungsreiche und spannende Kletterpassagen. Jeder von uns konnte die atemberaubende Aussicht und die Herausforderung der Route geniessen.
Auf dem Gipfel des Rotstocks, auf 2663müM. machten wir eine wohlverdiente Pause. Das Gipfelfoto und ein Znüni rundeten das Erlebnis ab. Der Abstieg über die Westflanke führte uns zum Eigergletscher, wo wir uns im Restaurant (nochmals) stärkten und die Erlebnisse des Tages Revue passieren liessen. Auf der Rückreise machten wir einen Abstecher nach Därligen ins Strandbeizli, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.
Schliesslich kehrten wir nach Schwarzenburg zurück, erfüllt von den Eindrücken und Erlebnissen der alpinen Klettertour. Die Klettertour zum Rotstock war Genuss pur. Perfektes Wetter, eine tolle Gruppe und beeindruckende Natur machten diesen Tag unvergesslich.
Bericht: Didi
TN: Christoph Aebischer, Glöisi, Didi Karrer, Mark Oppliger, Rolf Riesen, Dänu Schärli,
Adrian Schindler
Guide Willi
Anmerkung Willi: «Hochkarätige Crew», der aktuelle Tourenchef und 2 ehemalige Tourenchefs waren mit von der Partie!
Tourenbericht Monte Rosa
Pünktlich am Sonntag, 28.7.2024 trafen sich 8 SAC’ler in Schwarzenburg für die Reise ins Monte Rosa Gebiet. Nach einer abwechslungsreichen Fahrt, sowie kurzer Parkplatzsuche in Gressoney, konnte das Abenteuer starten. Zuvor mussten aber Flip-Flops noch gegen Bergschuhe, Shirts gegen Gore Tex Jacke etc. getauscht werden. Glücklicherweise konnten wir fast 1’900 Höhenmeter mit der Bahn zurücklegen, so waren wir bereits nach kurzem Hüttenzustieg auf der Terrasse des Rifugio Gniffetti.
Da die Betten in unserer Sektion anscheinend nach Jahrgang verteilt werden, hatte der Autor dieses Berichtes die “Ehre” das Bett im dritten Stock über dem Eingang zugeteilt zu bekommen, nun ja das gibt ein paar Höhenmeter mehr ;)
Nach erfolgtem Zimmerbezug konnten wir direkt unsere Kenntnisse bezüglich Höhenkrankheit prüfen, forderte uns doch eine Ärztin aus Südtirol auf einen Onlinefragebogen im Rahmen ihrer Studie auszufüllen. Bei Kuchen und Bier war glücklicherweise der Fragebogen zügig ausgefüllt und bald darauf hiess es auch schon Essen fassen. Ein Vorteil der italienischen Hütten ist auf alle Fälle die warme Vorspeise (Primi Piatti – Pasta), so begann die Tour bereits einmal mit einem Highlight.
Wie jede Nacht vor einer Tour, wurde es auch dieses Mal eine kurze Nacht, und um kurz vor vier Uhr sassen alle beim Frühstück. Bereits um 04:30 Uhr hiess es dann Abmarsch, und die Seilschaften formierten sich:
Unser Bergführer Willi & Tegi, Stefan & Mark, Nicolas & Matthias, und Matthias Remund und Reto.
Zügig stiegen wir zu unserem ersten Ziel auf, der Vincentpyramide (4’215 Meter über Meer), diese erreichten wir kurz nach Sonnenaufgang. Aufgrund des zügigen Windes verzichteten wir auf eine lange Gipfelrast. Nach weiteren 20 Minuten Abstieg und einem kleinen Gegenanstieg erreichten wir das Balmenhorn (4’167 Meter über Meer). Von dort ging es direkt weiter zum Corno Nero (4’321 Meter über Meer), und hier war ein erstes Mal sicheres Gehen auf Steigeisen und eine gute Seilführung Pflicht, war doch die Flanke eisig und abschüssig. Nach kurzer Gipfelrast ging es auf den südlichsten 4’000er der Schweiz, die Ludwigshöhe (4’342 Meter über Meer). So hatten wir bereits drei Gipfel in der Tasche und es warteten immer noch drei weitere auf uns. Aufgrund der kurzen Distanzen erreichten wir zügig den Einstieg des Grates, welcher uns auf die Parrotspitze (4’432 Meter über Meer) leitete. Bei guter Sicht und praktisch null Wind genossen wir die herrliche Aussicht. Nun hiess es Abstieg, Querung einer Abbruchzone, und Aufstieg in Richtung Landesgrenze. So erreichten wir mittels Aufstieges über einen Firngrat die Zumsteinspitze (4’563 Meter über Meer), von dort konnten wir den Weitblick geniessen, waren doch alle bekannten Gipfel der Walliseralpen in Griffnähe, und selbst unsere Berner Oberländer 4’000er waren erkennbar. Während dem ganzen Auf- und Ab kamen wir bald einmal in den Stress des Gratulierens, da sich Gipfel an Gipfel reihte. Und zuletzt wartete nun noch das Finale, die Signalkuppe (4’554 Meter über Meer), und die auf ihr gelegene Capanna Regina Margherita. Kurz vor dem Mittag trafen wir also nach 7h Tourenzeit und rund 1’400 Höhenmeter auf der Hütte ein. Bei feiner Pizza und Kaffee, aus der wohl höchstgelegenen Kaffeemaschine in Europa, genossen wir die Atmosphäre. Anschliessend versuchten alle sich etwas auszuruhen, und zu schlafen, bei den meisten blieb es wohl beim Versuch. Die Höhe war doch für alle spürbar. Die Nacht war wie zu erwarten kein besonderer Spass und beim Frühstück zeigten zwei Teilnehmer doch erste Anzeichen der Höhenkrankheit, dank einem zügigen Abstieg ging es aber den beiden schnell besser. Im Lisjoch teilte sich die Gruppe, Matthias, Matthias, Stefan und Mark bestiegen noch rasch den Liskamm Ostgipfel (4’532 Meter über Meer), während die anderen zügig weiter in Richtung Rifugio Mantova abstiegen. Auf einmal kamen uns in der Karawane der Bergsteiger zwei Mountainbiker entgegen. Die beiden hatten einen verwegenen Plan, ihr Ziel sei es von der Signalkuppe mit dem Velo runterzufahren. Über Sinn- und Unsinn eines solchen Vorhabens konnten wir während dem restlichen Abstieg ausführlich diskutieren, und bald kam das Rifugio Mantova in Sicht, und um 07:45 Uhr sassen die ersten bereits vor einem Espresso, glücklicherweise auch wieder fit. Ob die erheblichen Kopfschmerzen, Atembeschwerden und tiefe Sauerstoff-Sättigung im Blut als Symptome des kaum enden wollenden Fragebogens, des langsamen WLANs oder doch die Folge der Übernachtung auf 4554m ü. M waren, wird nun von der Doktorandin akribisch untersucht.
Nach Ankunft der restlichen Teilnehmer machten wir uns auf den Abstieg ins Tal, welcher Dank der Bahn ebenfalls zügig vonstattenging. Auf der Rückreise gab es noch eine kurze «Tankpause» für Leib und Seele in einem Speckkeller in der Nähe des Grand Saint Bernard Tunnels.
Ein herzliches Danke an Willi für die perfekte Organisation, super Führung, und Betreuung am Berg. In einer solchen Gruppe unterwegs sein zu dürfen ist ein grosses Privileg unserer Sektion.
Bericht von Nicolas
Last but not least noch das Fazit der Teilnehmer:
Stefan: Munteres auf und ab mit 7 Gipfel in 7 Stunden und perfekten Verhältnissen 😊 Italienische Hütten sind anders: Kaffee, Pizza, zwei Hauptgängen, Platzausnützung der Zimmer mit Betten, WLAN, Oberschenkel Training auf dem WC
Reto: Italienische Hütten: Essen und Kaffe top, aber Scheisshaus flop
Matthias Remund: Kaum vom Aosta-Tal in das Tal von Gressoney abgebogen, begegnen wir dem wunderschönen Flusslauf des Torrente Lys. Sobald die Talfluchten die Sicht auf die Schneeberge freigeben, ist es der massive Klotz des Lyskamms, der unsere Blicke in seinen Bann zieht. Am nächsten Tag auf der Spagetthitour haben wir den ganzen Tag Zeit, das imposante Lyskamm-Massiv mit seinen nordseitigen Hängegletscher und dem ausgesetzten Ostgrat von allen Seiten zu bestaunen. Um so schöner gelang uns am zweiten Tag der Aufstieg über diesen imposanten Grat bei besten Verhältnissen. Das wabernde Wolkenspiel erlaubte immer wieder atemberaubende Tiefblicke in den grünen Süden oder den Norden, mit dem wilden schneebedeckten Grenzgletscher.
Mark: 7x 4000 an einem Tag bei besten Bedingungen.
Eine super Truppe, beste Verpflegung und 2 einmalige Unterkünfte mit Kaffee vom feinsten!
Nicolas: Eine schöne Tour und beeindruckende Erfahrung die Symptome selbst spüren zu «dürfen».
Tegi: Nach 7 Viertausender, und der Gipfel des 7. Viertausenders, auf 4554m, die höchstgelegene und spektakulärste Hütte der Alpen, die Capanna Regina Margeritha, zu erreichen - einfach Hammer….
Eindrücklich, dass die Hütte bereits 1893 in Anwesenheit von Margeritha von Savoyen (Königin von Italien) eröffnet wurde.
Von der Vincentpiramid 4215m, über das Balmenhorn 4167m, dem Corno Nero 4321m, der Ludwigshöhe 4342m, der Parrotspitze 4434m, der Zumsteinspitze 4563, zur Signalkuppe 4554m.
Kaum über die Schwelle eingetreten, beglückt uns der Geschmack einer feinen Pizza Margeritha was will man noch mehr…
Willi: Aus Sicht des Bergführers…..
Bergsteigen über die 4000er Firngrate bis zur Cap. Margherita, 4554m , gehört von der Ambiente her zur Extraklasse. Für mich ein entspanntes Führen, da die Crew des SAC`s gute Fähig – und Fertigkeiten mitbringen – Danke !
Die Verpflegung im Rif. Gnifetti und in der Cap. Margherita gehören auch zur Extraklasse, einzig das Schlafmittel auf 4554müM müssen wir noch besser eruieren, ich denke Genepi wäre die Lösung… 😊
Hochtour Il Chapütschin 3386 m
Der erste Tag unserer Tour fällt förmlich ins Wasser. Dadurch kommt es zu einer spontanen Programmänderung von drei auf zwei Tage. Anstatt am Freitag reisen wir erst am Samstag an und verzichten auf den Piz Tschierva. Sandra, unsere Tourenleiterin, erwartet uns bestens gelaunt am Bahnhof von St. Moritz.
Mit dem Bus geht es weiter zur Station der Corvatschbahn. Von der Mittelstation Murtèl aus starten wir in Richtung Coaz Hütte, dem Etappenziel des ersten Tages. Unterwegs gönnen wir uns eine kleine Stärkung im Berghaus Fuorcla Surlej. Pünktlich zum Apéro treffen wir in der Coaz Hütte ein. Die Hütte strahlt nach einem umfangreichen Umbau in neuem Glanz.
Die Wetterprognosen halten am Sonntag, was sie versprochen haben, einen strahlenden Sommertag! Wir starten kurz vor Sonnenaufgang in Richtung Il Chapütschin. Von der Coaz Hütte aus führt ein schmaler Weg bis zum Gletscher. Nach einem kleinen Zwischenhalt geht es mit Steigeisen und angeseilt weiter. Bis zum Gipfel gibt es einige leichte Gratklettereien zu überwinden. Ständige Wegbegleiterin ist die Sonne, die uns wohlig den Rücken wärmt. Das Gipfelpanorama ist unbeschreiblich schön und wir geniessen den Weitblick bei einer kleinen Znünipause. Infolge des Bergsturzes am Piz Scerscen im April dieses Jahres, ist der Abstieg entlang der Lej Vadret leider nicht möglich. Daher erfolgt dieser via Alp Ota über den Bergwanderweg zum Hotel Roseggletscher. Das letzte Stück vom Restaurant zum Bahnhof nach Pontresina legen wir nach dem langen Abstieg gemütlich mit der Pferdekutsche zurück.
Die vielen schönen Eindrücke der Tour werden uns noch lange begleiten. Ein herzliches Dankeschön an Sandra für die tolle Organisation!
Tourenleiterin: Sandra, Teilnehmende: Magdalena, Patricia (Bericht), Hanspeter, Sandro
Tourenbericht Valle Maira
Für einmal steht die Vorstellung der Crew am Anfang des Berichts:
In unserer Unterkunft Pensione Ceaglio wurden wir von der familiären Crew kulinarisch verwöhnt (ob Schweinebacke oder gebackene Zucchiniblüten, jeder kam auf seine Kosten), allabendlich wurde ein 7- Gänger serviert. Diesen haben wir uns jeweils auch verdient, waren unsere Touren doch eher streng und schweisstreibend! Am Morgen starteten wir zwar meistens mit dem hoteleigenen Shuttledienst, der uns jeweils bis zu 800 hm abnahm und um den wir sehr froh waren. Danach aber ging es los, über Militärstrassen (eben keine Militeerstrassen), Singletrails, Schneefelder, Felsstufen und hochalpine Matten ging es dem nächsten Colle oder Monte entgegen. Fast täglich musste das Bike auch mal gestossen oder getragen werden. Darauf folgte meistens eine fulminante Abfahrt, eher knackig, selten flowig, meistens steil und immer landschaftlich atemberaubend. Die Blumenpracht der Wiesen dieser Region sucht seinesgleichen, auch die Botaniker unter uns kannten längst nicht alle Pflänzchen…
Die Touren liessen wir jeweils in den bequemen Liegestühlen des Ceaglio ausklingen und genehmigten uns vor dem Abendessen noch ein Apéro.
Mit dazu beigetragen, dass diese Woche allen in sehr guter Erinnerung bleiben wird, hat die Tatsache, dass wir trotz einiger Stürze keine ernsthaften Verletzungen davontrugen, kein einziges Mal das Flickzeug hervornehmen mussten und der Sonnenschein uns (fast) jeden Tag begleitete (danke, Livia 😉). Ausserdem waren wir eine sehr homogene Gruppe, sowohl aufwärts als auch abwärts, gleichgesinnt, unkompliziert und humorvoll. Danke, allen die dabei waren!
Molto Grazie Tege und Selina für die top Organisation und das ortskundige Guiden!
Der Tourenbericht entstand aus Notizen und Inputs von der ganzen Crew, welche ins reine geschrieben wurden von Tina.
Ab Wasserscheide Starten wir Richtung Nünene. In die letzten Überreste Schnee kicken wir uns die Stufen zum Einstieg ins Gemschgrätli. Jede und Jeder der will darf für einige Seillängen den Vorstieg übernehmen. Trotz einigen improvisierten Standplätzen im bröckeligen Gestein und einer Menge Seilreibung kommen wir bald oben an. Am kurzen Seil gehts weiter bis auf den Gipfel, wo wir an der Sonne unser Zmittag geniessen. Das sollen dann jedoch die letzten Sonnenstrahlen gewesen sein, von Bern her zieht eine unheilbringende, graue Masse heran. Zügig gehts also zur Abseilstelle. Mit dem Megajoul abzuseilen ist wie immer etwas fummelig.. Die heikelsten Meter des Abstieges entschärfen wir mit Fixseilen. Während wir unseren Meaterial Basar auf dem Parkplatz auslegen beginnt es zu regnen. Das Timing hätte nicht besser sein können.
Dort wo es in einem Stück blieb, bot und das Gestein der Nünenenflueh eine sehr Lohnenswerte Tour. Das Gehen am kurzen Seil auf den schmalen graten und in den steilen Hängen war eine passende Herausforderung und Lerngelegenheit für die Gruppe.
Dabei waren: Chiara, Julia, Stefanie, Silvan, Bettina und Jonas
Klettertage Aostatal 2024
Frohen Mutes starteten wir gespannt in unsere Klettertage im Aostatal. Während der gesamten Zeit begleiteten uns die drei L „Lernen, Leisten und Lachen“. Diese umfassten sowohl die Ziele von Willi, als auch jene der Teilnehmenden und im Verlauf der Tage kamen noch mehr L‘s dazu.
Bei interessanten Arbeitssequenzen, lernten wir sowohl verschiedenstes zur Seiltechnik, wie beispielsweise das bauen eines Expressstand, als auch zur Klettertechnik. Diese umfasste unter anderem die Gewichtsverlagerung, sowie die richtige Belastung der Kletterfinken -füssen auf plattigem Gelände. Obwohl den einen vieles schon bekannt war, konnte jede und jeder noch etwas dazulernen. Der „Neuling“ hat in den vier Tagen soviel gelernt, wie andere in vier Jahren. Aber auch die Älteste lernte noch wie man mit dem ATC auf Mehrseillängenrouten Nachstieg sichert.
Dank des Wetters stand auch dem zweiten L, dem Leisten, nichts im Wege. Nebst etlichen Routen in
Klettergärten konnten wir auch einige abenteuerliche Mehrseillängenrouten bei Nebel, Wind und Sonnenschein geniessen. Während die einen auf besagten Mehrseillängen-Routen leisteten und effizient kommunizierten, kam bei den anderen das gemütliche »lafern» nicht zu kurz.
Auch das Lachen stand täglich auf dem Programm. Auf der lauschigen Terrasse des „chemin de luge“ wurden wir mit Lardo und italienischem Festschmaus kulinarisch verwöhnt. Ein gemeinsamer ‚Grolla‘ (ein Valdostanischer Kaffe, der vor und nach dem Trinken brennt) hat alle noch stärker vereint. Aber auch die vielen Witze, das harmonische Beisammensein haben jeden Tag wunderbar abgerundet.
All die oben genannten „L‘s“ wurden uns durch die erstklassige Organisation und die super Führung ermöglicht. Danke Tegi&Willi!
Dank euch starteten wir jeden Tag leichtfüssig an den Berg:)
Glücklich und zufrieden beendeten wir unsere strahlenden Klettertage ohne Zwischenfälle am Fels.
Teilnehmende: Chiara, Jeannette, Möni, Vreni, Beat, Dänu, Gianni, Marc, Rolf
Bericht: Chiara in Zusammenarbeit mit den Heimfahrenden
Pointe de la Vouasson
Wenn Winter auf Sommer trifft, wenn Skifahrer und Badibesucher sich kreuzen oder wenn eine Tourengruppe des SAC Gantrisch eine Runde durch die Westschweiz dreht, was ist dann? Einfach ein schönes und sehr warmes April-Skitourenwochenende im Eringertal.
Über Bern, Spiez, Visp und Sion erreichen wir zusammen mit vielen anderen Skitourenfans per ÖV das hinterste Dorf im Val d’Hérens.
Es ist PDG-Zeit, daher stehen wir mit unzähligen Soldaten aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich beim Kassehüsli in Arolla an, um beim Tellerlilift anzubügeln.
Ein erfrischender Start. Zack und Abflug, 3m weiter vorne gibt’s erst wieder Bodenkontakt, aber sonst verläuft die Schleppfahrt bis auf ca. 2880müM einwandfrei, wenn das Tellererli auch richtig an den Auslösekontakten vorbeigeführt wird.
Technik, Kontakte und Überbrückungen aber auch der Liftler haben alle den gleichen Jahrgang und werden somit auch gleichzeitig den Geist aufgeben und das scheint nicht mehr in allzu weiter Ferne zu liegen.
Um 9.30h sind die Sonnenhänge auf 3000müM bereits stark aufgeweicht und so sehen wir uns veranlasst, auf direkten Weg auf die Cabanne des Aiguilles Rouges aufzusteigen, die wir nach gut zwei Stunden bereits erreichen. So bleibt genügend Zeit, um uns vor der Hütte den ersten Sonnenbrand zu holen, das Walliserplättli mit einem Schluck Petit Arvine zu geniessen und das grandiose Bergpanorama zu bestaunen.
Am nächsten Morgen verlassen wir nach dem Frühstück zügig die Hütte und sind froh, den allgegenwärtigen WC-Duft hinter uns zu lassen.
Mit der aufgehenden Sonne erreichen wir den Pass und überqueren das weite Gletscherbecken und stehen schon bald auf dem 3490m hohen Gipfel der Pointe de la Vouasson.
Zurück im Gletscherbecken machen wir eine Pause, um den Schnee den nötigen Gargrad erreichen zu lassen. Die rasante Abfahrt über den Gletscher hinunter in den grossen wilden Talkessel ist ein Genuss, oben Pulver und weiter unten eine gut griffige Super-G-Piste mit der nötigen Steilheit sind unser sonntäglicher Lohn. Schon bald wird der Schnee weich und weicher bis wir in den ersten Krokussen auf ca. 1950müM stecken bleiben.
Eine gute Stunde und 600m tiefer gönnen wir uns in Evolène unser verdientes Bier.
Die Rückreise geht über Sion, Montreux Lausanne und Freiburg zurück nach Schwarzenburg. An den Gestaden des Lac Léman fühlen wir uns mit Skihosen und Skis ziemlich deplatziert, wenn wir die vielen Leute am Ufer sehen, die sich an diesem Sommertag in der Sonne bräunen.
Mit dabei:
Willi, Tegi, René, Samuel, Role und Matthias – Glöisi, dir einen Dank für die perfekte Organisaton
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